Igeler Säule

Allgemeines zur Igeler Säule

Die etwa 23 Meter hohe Igeler Säule wurde ursprünglich als das Grabmonument einer Trierer Tuchhändlerfamilie, der Familie der Sekundinier, um etwa 250 nach Christi erbaut. Dieses einzigartige Monument gilt bis heute als das größte „römische Pfeilgrab“ in der gesamten Region nördlich der Alpen. Bereits im November 1986 wurde dieses wertvolle Zeugnis der römischen Geschichte in die Liste der UNESCO „Erbe der Welt“ aufgenommen.

Igeler Säule

Igeler Säule

Die Igeler Säule gleicht einer Pyramide

Architektonisch äußerst beeindruckend ist der Aufbau der Igeler Säule, die komplett aus rotem Sandstein erbaut wurde. Ihre Form erinnert an eine Pyramide, wobei auf allen vier Seiten interessante Reliefs eingearbeitet wurden.

Diese Abbildungen sind teilweise noch recht gut erkennbar und stellenweise auch erheblich verwittert. Fixiert wurde die Igeler Säule nach dem gleichen Prinzip wie die Porta Nigra, durch Blei und Eisenkrampen. Leider fielen die Bleiteile „Metalldieben“ zum Opfer, so dass dies interessante Detail nicht mehr bewundert werden kann.

Im Mittelalter hielt man die Dreifigurengruppe auf der Frontseite für eine Darstellung der Hochzeit der Helena mit Constantius Chlorus, dem Vater Konstantins des Großen.

Die Igeler Säule – ein Grabmal?

Besucher, die die Igeler Säule in Trier bestaunen, bewundern immer wieder den so gut erhaltenen Sockel mit seinen interessanten Reliefs an der nördlichen Seite. Das lässt sich dadurch erklären, das die Igeler Säule ursprünglich in einen Abhang hinein gebaut worden ist und mit Hilfe einer Stützmauer die notwendige Stabilität erhalten hat.

Obwohl die Igeler Säule als ein einzigartiges Grabmonument gilt, konnten bei Ausgrabungsarbeiten keine Hinweise gefunden werden, dass hier wirklich Bestattungen vorgenommen wurden. Freigelegt wurde eine Gruft, die sicherlich als Urnengrab errichtet worden ist aber nie für diesen Zweck benutzt wurde.

Die Kopie befindet sich im „Rheinischen Museum“ Trier

Obwohl dieses römische Baudenkmal auf den ersten Blick noch sehr gut erhalten scheint, haben ihm die Witterungseinflüsse bereits kräftig zugesetzt. Die Igeler Säule wurde bereits mehrmals baulich gesichert und restauriert, die ersten Arbeiten wurden bereits im Jahre 1765 durchgeführt.Hierbei sind immer noch nicht alle Motive und Hintergründe geklärt worden und viele Fragen bleiben offen…

Im Jahr 1907 wurde ein detailgetreuer Kunststeinabguss der gesamten Säule angefertigt, der 1993 originalgetreu koloriert wurde und heute im „Rheinischen Museum“ in Trier zu bewundern ist. Die Original Säule in Trier Igel wurde indes farblich nicht restauriert, sondern verbleibt in Ihrem jetzigen Zustand.

Die Igeler Säule – das größte römische Pfeilgrab nördlich der Alpen

Die Säule markiert eine Grabstätte, die für mehrere Mitglieder der wohlhabenden Tuchhändlerfamilie der Sekundinier gedacht war. Die Familie war in Trier ansässig. Man kann annehmen, dass die Säule an der frequentierten römischen Fernstraße auch Werbezwecken diente. Obwohl sich auch unterhalb des Monumentes eine Gruft befindet und das Bauwerk zweifelsfrei für Bestattungen vorgesehen war, konnte niemals nachgewiesen werden, dass hier wirklich Personen beerdigt worden sind. Bis heute ist ihr ursprünglicher Standort unverändert. Das Baudenkmal ist eine beliebte Touristenattraktion und lockte schon berühmte Persönlichkeiten wie John Wolfgang von Goethe an, der in seinen Reiseaufzeichnungen davon berichtete.

Die Konstruktion des Grabmals

Die Igeler Säule hat einen bemerkenswerten Aufbau. Die Säule ist mehrstufig aufgebaut und besteht aus einer Sockel, einem Hauptteil, dem Fries, der Attika und dem Giebel. Der wird von dem Adler Jupiters, der Ganymed entführt, gekrönt. Die Vorderseite trägt eine Inschrift, die das Monument als Grabmal für Publius Secundinius, seinen Söhnen, seiner Gemahlin und weiteren Verwandten schon zu deren Lebzeiten definiert.
An allen vier Seiten ist die Säule mit Reliefs versehen, erinnert aber mehr an eine Pyramide. Die Reliefs sind teilweise stark verwittert, an anderer Stelle aber wirken sie so frisch, als seien sie erst vor kurzer Zeit entstanden.
Besonders gut erhalten sind die Sockelreliefs auf der Nordseite. Weil die Igeler Säule in einen Hang hinein gebaut wurde, waren diese Teile Jahrhunderte lang durch Erdreich und eine zusätzliche Mauer gestützt. Standfestigkeit bekam die Grabsäure durch Metall. Man stabilisierte das Bauwerk mit Eisenkrampen und Blei, die vermutlich schon vor einigen Jahrhunderten Metalldieben zum Opfer fielen.
Dafür wandte man die gleiche Technik an, die auch an der Porta Nigra in Trier zum Tragen kam.

 

Bildquelle: wikipedia

Quelle http://www.donaldheald.com
Urheber Edward Rooker (1712-1774)

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