Borussia Dortmund zu Gast in Moselstadion Trier
Unmittelbar vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison hat sich Borussia Dortmund in der ersten Runde des DFB-Pokals keine Blöße gegeben. Gegen Regionalligist Eintracht Trier zeigte das Team von Thomas Tuchel von Beginn an eine konzentrierte Vorstellung und siegte am Ende völlig verdient mit 3:0 (3:0). Dabei sorgte beim BVB-Anhang nicht zuletzt Neuzugang André Schürrle mit einer starken Leistung für Begeisterung. Mit Marc Bartra, Sebastian Rode und Ousmane Dembélé standen zudem gleich drei weitere Neuzugänge in der Startformation. Darüber hinaus dürfte sich Rechtsverteidiger Felix Passlack, der eine mehr als solide Vorstellung ablieferte, als ernstzunehmende Konkurrenz für Łukasz Piszczek erweisen. Insgesamt zeigte der runderneuerte BVB Fussball auf höchstem Niveau, auch wenn sich die Gegenwehr der Trierer in Grenzen hielt.

Kagawa mit Doppelpack

Noch ohne Mario Götze, der aufgrund einer leichteren Muskelverletzung geschont wurde, übernahmen die Dortmunder vom Anstoß weg die Spielkontrolle und drängten Trier in die eigene Hälfte. In der achten Minute brandete dann erstmals schwarz-gelber Jubel auf. Nach einem abgefangenen Konter der Trierer fiel Shinji Kagawa eine Flanke von Schürrle vor die Füße. Ohne Probleme traf der Japaner per Flachschuss zum 1:0.

In der Folge blieb der BVB die spielbestimmende Mannschaft, während die Eintracht zuweilen mit einer Sechserkette verteidigte. Der Traum von der Pokal-Sensation nahm dann bereits in der 33. Minute ein jähes Ende. Gonzalo Castro, der neben Sebastian Rode auf der Doppel-Sechs die Fäden zog und nach seinem Wechsel von Bayer Leverkusen vor einem Jahr allmählich eine feste Größe im Dortmunder Mittelfeld wird, fand mit einem flachen Diagonalball wiederum Shinji Kagawa, der keine Mühe hatte, zum vorentscheidenden 2:0 einzuschieben. Zuvor hatte bereits Aubameyang nach einem feinen Zuspiel von Marc Bartra nur den Innenpfosten getroffen.

Schürrle macht alles klar

Kurz vor der Halbzeitpause machte sich bei den Trierern dann der erste Kräfteverschleiß bemerkbar. Die Dortmunder ließen Fussball und Gegner laufen und kamen in der ersten Halbzeit zuweilen auf über 80% Ballbesitz. Die Eintracht fand zu keinem Zeitpunkt ein Mittel, um sich aus der Umklammerung zu befreien und musste mit dem Halbzeitpfiff den endgültigen K.o. hinnehmen. Nach einem klugen Schnittstellenpass von Dembélé brachte Schürrle eine Flanke von Aubameyang direkt aufs Tor und erzielte mit etwas Glück das 3:0. Der Volleyschuss prallte von Eintracht-Keeper Keilmann letztlich hinter die Linie.

Torlose Dominanz

In der zweiten Hälfte änderte sich am Geschehen kaum etwas. Während Trier mit allen Mitteln versuchte, das nächste Gegentor zu verhindern, hielt der BVB den Ball in den eigenen Reihen und lauerte auf die nächste Möglichkeit. Diese ergab sich dann bereits kurz nach Wiederanpfiff. Nach einer missglückten Flanke bekam Kagawa per Nachschuss die Chance auf sein drittes Tor, traf mit seinem Schlenzer jedoch nur einen Trierer Abwehrspieler.

DF-BPokal im Moselstadion

DF-BPokal im Moselstadion

Nur wenige Minuten später scheiterte der insgesamt glücklos auftretende Aubameyang dann mit einem Lattentreffer. Mit vergebenen Chancen in der 69., 82. und 87. Minute verpasste es der Gabuner zudem, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Die einzig nennenswerte Offensiv-Aktion der Eintracht hatte indes der eingewechselte Alawie in der 60. Minute. Nach einem langen Zuspiel tauchte der Trierer allein vor Roman Weidenfeller auf, zog im Laufduell mit dem BVB-Keeper, der im DFB-Pokal den Vorzug vor Roman Bürki erhält, allerdings den Kürzeren. Letztlich blieb es beim 3:0, da zudem noch das eingewechselte BVB-Talent Emre Mor in der 73. Minute mit einem Distanzschuss an Keilman scheiterte.

Bundesliga kann kommen, Trier bereits in Not

Während Borussia Dortmund damit ungefährdet in die zweite Pokal-Runde einzieht und neben dem Titelverteidiger aus München zu den großen Favoriten des Wettbewerbs gehört, geht es für Eintracht Trier im grauen Alltag der Regionalliga Südwest weiter. Nach vier Spieltagen rangiert das Team von Peter Rubeck noch ohne Sieg auf einem Abstiegsplatz. Für den BVB steht hingegen der Bundesliga-Start auf dem Programm. Am ersten Spieltag treffen die Dortmunder mit Mainz 05 auf das Ex-Team von Thomas Tuchel und gehen dabei abermals als haushoher Favorit in die Partie. Ein ähnlich dominanter BVB-Auftritt wie gegen Trier wäre demnach zum Bundesliga-Auftakt keine echte Überraschung.

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