Regenbogenflagge-Zeichen für Hoffnung und Toleranz

Regenbogenflagge-Zeichen für Hoffnung und Toleranz

Geschichte und Entstehung des Christopher Street Day

Der Christopher Street Day, der in vielen Städten Deutschlands jährlich von hunderttausenden Menschen gefeiert wird, erinnert an den ersten bekannten Aufstand von Homosexuellen, die sich in der Christopher Street in Amerika gegen die Willkür der Polizei zur Wehr setzten. Diese Gegenwehr wird als Geburtsstunde der amerikanischen Homosexuellenbewegung gesehen.

Am 28. Juni 1969 gab es einen Eklat in der Bar Stonewall Inn, die zur Kulisse einer der außergewöhnlichsten Polizeirazzien der damaligen Zeit wurde. Homosexuelle wehrten sich gegen die Polizisten, deren Verhalten diskriminierend und homosexuellenfeindlich war. Zur damaligen Zeit fanden immer wieder Razzien in Kneipen und Bars statt, die eindeutig Treffpunkte für Schwule und Lesben waren. Diese fühlten sich dadurch selbstverständlich in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt. Nach dem Aufstand in der Christopher Street, wurde das „Christopher Street Liberation Day Committee“ ins Leben gerufen. Dieses machte es sich zur Aufgabe, jedes Jahr den „Christopher Street Liberation Day“ auszurichten, der jährlich am letzten Samstag im Juni gefeiert wird. Ab diesem Tag feierten Homosexuelle auf den Straßen New Yorks und nutzten die Möglichkeit, um Diskriminierung und Benachteiligung nicht mehr lautlos hinzunehmen, sondern für die eigenen verdienten Rechte einzustehen.

Diese Tradition schwappte erst zehn Jahre später über den großen Teich zu uns nach Deutschland. In Bremen und Berlin fanden die ersten Christopher Street Days statt. Auch in anderen Ländern Europas wie etwa der Schweiz oder in Österreich, wird dieser Tag gefeiert.

Der Christopher Street Day heute in Deutschland

In Deutschland wird der Christopher Street Day nicht am historischen 28. Juni gefeiert, sondern an unterschiedlichen Wochenenden im Hochsommer. Dieses Event ist mittlerweile Bestandteil in jeder größeren deutschen Stadt. Welche Bedeutung dieses Fest für die Menschen hat, zeigt die Tatsache, dass 2002 sage und schreibe 1.2 Millionen Menschen am Christopher Street Day in Köln teilnahmen. In der Regel werden die unterschiedlichen Christopher Street Days von ortsansässigen Gruppen und Vereinen organisiert. Deren Mitglieder engagieren sich meistens ehrenamtlich und können für dieses Engagement nicht hochgenug gelobt werden.

Der Christopher Street Day in Trier

„Nicht von schlechten Eltern!“, so lautet das Motto des Christopher Street Day in Trier. In den Tagen vom 15.06.2011 bis 19.06.2011 wird die Trierer Innenstadt wieder Kopf stehen. Auf dem Kornmarkt wird es, wie in den letzeten Jahren auch, eine feucht fröhliche Party geben. Auf der extra für diesen Anlass aufgebauten Bühne, werden verschiedene Künstler den Besuchern eine Show bieten, die diese so schnell nicht wieder vergessen werden. Eines ist sicher: Herzlichst gelacht wird auf jeden Fall! Neben musikalischen Einlagen, wird es noch Etliches mehr zu bestaunen geben.

Dennoch ist der Christopher Street Day nicht nur zur Unterhaltung da, sondern verfolgt ebenfalls einen Bildungsauftrag, wie es so schön heißt. An Informationsständen kann man sich Materialien zu allen interessanten Themen abholen.

Das Programm des Christopher Street Day in Trier

Mittwoch, 15.06.2011 – 18 Uhr:
Hissung der Regenbogenflagge am Rathaus

Donnerstag, 16.06.2011 – 19 Uhr:
Vortrag Dr. Elke Jansen – Vom werden und sein als Regenbogenfamilie

Donnerstag, 16.06.2011 – 21 Uhr:
queer gefilmt – Herzensbrecher

Samstag, 18.06.2011 – ab 13 Uhr:
Straßenfest auf dem Kornmarkt

Samstag, 18.06.2011 – ab 22 Uhr:
Große CSD-Party im Forum

Sonntag, 19.06.2011 – 10 Uhr:
Brunch zugunsten der AIDS-Hilfe

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