Das Bistum Trier ist Teil der Kirchenprovinz Köln und liegt in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland. Es grenzt im Südosten an das Bistum Speyer, im Osten an das Bistum Mainz, im Nordosten an das Bistum Limburg und im Norden an das Erzbistum Köln sowie das Bistum Aachen.

Seit einer Strukturreform im Jahr 2004 besteht das Bistum Trier aus 35 Dekanaten. Das Wappen des Bistums ist ein rotes Kreuz auf weißem Hintergrund. Entstanden ist es während der Kreuzzüge zu Beginn des 13. Jahrhunderts.

Die Stadt Trier ist der Sitz des Bischofs. Ein besonderes Wahrzeichen der Stadt ist der Trierer Dom, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Das Bistum Trier hat eine lange Geschichte, sie reicht bis ins 3. Jahrhundert zurück. Trier ist damit die älteste Ortskirche Deutschlands. Die ersten belegten Bischöfe waren Eucharius, Valerius und Maternus. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen war das Erzbistum Trier von großer Bedeutung. Es reichte von Trier bis Koblenz und umfasste auch Gebiete auf der linken Rheinseite im heutigen Frankreich. Diese wurden jedoch von den Franzosen ab 1795 annektiert. Das rechtsrheinische Bistum Trier wurde 1821, nachdem es zuvor für einige Zeit im Bistum Limburg aufgegangen war, wiedererrichtet. Fortan gehörte es zum Erzbistum Köln.
Während des Kulturkampfes in den 1870er Jahren kam es auch im Bistum Trier zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der katholischen Kirche und dem Deutschen Kaiserreich unter Reichskanzler Otto von Bismarck. Matthias Eberhard, der damalige Bischof im Bistum Trier, wurde sogar verhaftet, zahlreiche weitere Priester kamen vor Gericht. Ein Höhepunkt des Konflikts war das militärische Vorgehen der preußischen Regierung gegen katholische Pilger in Marpingen, wo es 1876/77 zu mehreren Marienerscheinungen gekommen war.

Seit 2009 ist Stephan Ackermann Bischof im Bistum Trier. 2010 ernannte ihn die Deutsche Bischofskonferenz zum Ansprechpartner für alle Fragen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch an Minderjährigen innerhalb der katholischen Kirche.
Unter seiner Führung schreitet auch die Strukturreform im Bistum Trier weiter voran. Am deutlichsten wird sich die Reform auf die Anzahl der Pfarreien und Pfarreigemeinschaften im Bistum auswirken, die drastisch gekürzt werden soll.

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