Igeler Säule

Die Igeler Säule

Allgemeines zur Igeler Säule

Die etwa 23 Meter hohe Igeler Säule wurde ursprünglich als das Grabmonument einer Trierer Tuchhändlerfamilie, der Familie der Sekundinier, um etwa 250 nach Christi erbaut. Dieses einzigartige Monument gilt bis heute als das größte „römische Pfeilgrab“ in der gesamten Region nördlich der Alpen. Bereits im November 1986 wurde dieses wertvolle Zeugnis der römischen Geschichte in die Liste der UNESCO „Erbe der Welt“ aufgenommen. (mehr …)

Porta Nigra in Trier

Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra war früher das Nordtor der römischen Stadt Augusta Treverorum. Somit war die Porta Nigra in die 6,4 km lange Stadtmauer fest integriert und hatte sowohl Festungscharakter als auch Repräsentationsfunktion. Der Name „Porta Nigra“, der übersetzt „schwarzes Tor“ heißt, wurde erst im Mittelalter verwendet. Der Grund hierfür liegt in der Verfärbung des ursprünglich weißen Sandsteins. Dieser wurde in den Jahren immer dunkler, sodass die gesamte Porta über die Jahre die schwarze Farbe erhielt.

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Konstantinbasilika Trier

Basilika Trier

Basilika Trier

Die Lage der Konstantinbasilika

Zwischen Dom und Kaiserthermen, in der südöstlichen Ecke Triers liegt die Konstantinbasilika, die in der Spätantike zum kaiserlichen Palastbezirk gehört hat. Der mächtige Ziegelbau ist der Überrest des Palastbezirks und beherrscht bis heute das Stadtbild Triers.

Das Aussehen der Konstantinbasilika

Die Basilika besteht aus einer großen, rechteckigen Halle, wobei an der nördlichen Schmalseite eine Apsis angefügt ist. An der platt geschlossenen Südwand befand sich früher ein querliegender , 12m breiter  Vorbau, der 1983 freigelegt und konserviert wurde. Von den rahmenden Säulenhallen sind im Bereich des Basilikavorplatzes Mauerreste freigelegt worden, die zeigen, dass der Hauptbau nicht frei gestanden, sondern Teil der weitläufigen Palastanlage gewesen ist. Das heutige Erscheinungsbild der Basilika gibt daher auch nicht den antiken Eindruck wieder, da der Ziegelbau ursprünglich auch verputzt und farbig gestrichen war.

Durch eine Reihung hochaufragender Arkaden, werden Wandflächen und Apsis in viele gleichmäßige Teile gegliedert. Besonders schön anzuschauen, sind die reich verzierten Fenster der Basilika. Diese wurden zwar neu gemacht, sind in ihrem Stil aber an die alten Originalfenster angelegt. Zu diesen Fenstern in der Basilika gibt es noch ein entscheidenes Detail, das man, wenn man es nicht weiß, schnell übersieht. Die Fenster in der Apsis der Basilika sind kleiner als die, die in den Seitenwänden angebracht sind. Dieser Trick führte dazu, dass der Kaiser, der auf dem Thron in der Apsis saß, größer wirkte, weil seine Proportionen im Verhältnis zu den Fenstern größer waren. Dieser Effekt sollte jedem Abgesandten, der die Basilka betrat, vor Augen führen, dass er sich hier in der Gegenwart des Kaisers aufhält.

Basilika Trier

Basilika Trier

Der Bau der Konstantinbasilika

Der Baubeginn der Basilika ist nicht mehr genau festzulegen. Dennoch ergaben Untersuchungen, dass die heutige Kirche auf vorangegangenen Bauwerken steht. Es wurde ein Straßenzug nachgewiesen, der im 1. Jahrhundert bebaut wurde. Im darauffolgendem Jahrhundert wurde die Straße mit einer einschiffrigen Halle überbaut, der im 3. Jahrhundert eine Heizung beigefügt wurde. Dieser Bau wurde aber wieder für die Errichtung der Konstantinbasilika niedergelegt. Außerdem wurden im Mauerwerk der Konstantinbasilika Münzen entdeckt, die belegen, dass der Bau der Konstantinbasilika erst im ersten Jahrzehnt des 4. Jahrhunderts begonnen haben kann. Eine weitere Münze unter dem Fußboden, die aus dem Jahre 341 stammte, beweist, dass die Basilka zu Konstantins Lebzeiten gar nicht mehr fertig geworden ist. Dieser verstarb 337.

Der Name Basilika wurde dem Gebäude erst im 19. Jahrhundert verliehen. In der Antike sprach man von einem „Palatium“, denn die Römer erbauten dieses imposante Gebäude als Palasthalle für ihren Kaiser.

Das Innere der Konstantinbasilika

Die Innenausstattung der Konstantinbasilika

Im Inneren der Basilika sucht man vergebens nach pompösen Dekorationsgegenständen. Die reine Größe des Raumes reicht aus, um selbst den Besuchern heutzutage, ein wenig Ehrfurcht einzuhauchen. Mit der angrenzenden Apsis zusammen, kommt die Basilika auf eine stolze Länge von 67m. Gleichzeitig ist sie 27m breit und 33m hoch. Mit dieser enormen Höhe ist sie in der Lage, die komplette Porta Nigra in sich aufzunehmen. Ein besonderes Merkmal der Basilika ist sicherlich die hölzerne Kassettendecke, die von unten betrachtet eher klein wirkt. Jedoch ist dies ein Trugbild, dass aufgrund der Höhe entsteht.  In Wirklichkeit könnte man in jeder Kassette relativ bequem ein Kinderzimmer einrichten.

Das Heizsystem der Konstantinbasilika

Durch diese enormen Ausmaße der Basilika mussten sich die Römer auch etwas Besonderes für das Aufheizen einfallen lassen. Sie entwickelten einen doppelten Boden, sodass warme Luft durch einen Freiraum zwischen den Böden zirkulieren konnte. Ebenfalls ließ man die warme Luft an den Seitenwänden durch hergestellte Schächte ziehen, damit die Seitenwände erhitzt wurden, um als zusätzliche Heizkörper zu dienen.

Die Funktionen der Konstantinbasilika

Die Basilika diente nicht nur dem römischen Kaiser als Regierungssitz, sondern auch dem fränkischen König, der seinen Thronsaal in der heutigen Kirche einrichtete.

Basilika Trier von außen

Basilika Trier von außen

Im Laufe der Geschichte wanderte die Basilika durch Schenkung in den Besitz des Erzbischofs von Trier, der seit dem 13. Jahrhundert in eben diesem Gebäude residierte. Als Erzbischof Metternich den Bau des Kurfürstlischen Palais begonnen hatte, wurden Teile der Basilika abgerissen, um Platz für die neue kurfürstliche Residenz zu schaffen. Unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV wurde die Basilika wieder rekonstruiert. 1856 wurde das römische Gebäude dann der evangelischen Gemeinde übergeben und ist seitdem eine evangelische Kirche.In den Wirren des zweiten Weltkrieges brannte die Basilika fast ganz aus. Die Rekonstruktionsarbeiten wurden 1956 abgeschlossen.

Die Konstantinbasilika heute

Heute begeistert die Basilika viele Touristen jährlich, die sich an der majestätischen Ausstrahlung erfreuen. Dieses Gebäude ist sicherlich einzigartig und sollte auf jeden Fall besucht werden, wenn  man sich in der ältesten Stadt Deutschlands aufhält.

Das Amphitheater in Trier

Amphitheater Trier - Blick von oben auf die Kampfarena

Amphitheater Trier - Blick von oben auf die Kampfarena

Lage und Funktion des Amphitheater Trier

Die Arenakämpfe im Amphitheater Trier

Das Amphitheater liegt am damals östlichen Stadtteil von Trier. Dadurch war es möglich, es als Teil der Stadtmauer und auch als östliches Tor zu benutzen. Das Amphitheater leitet seinen Namen aus dem Griechischen ab und bedeutet sinngemäß übersetzt: „Zuschauertribünen auf beiden Seiten“. Die große Arenaanlage wurde vielfältig genutzt. Die blutrünstigsten Verwendungsfunktionen des Amphitheaters waren sicherlich die Arenakämpfe. Diese konnten in Form von Tierhetzen oder Gladiatorenkämpfen stattfinden. Römischer Gladiator konnte man freiwillig, leider aber auch unfreiwillig, werden. So mussten Sklaven ihr Geschick im Amphitheater beweisen, um eventuell freigelassen zu werden. Allerdings hatte man so gut wie nie eine Chance, wenn man als Sklave antreten musste, da man meist schon vor Beginn des Kampfes in Sachen Ausrüstung benachteiligt wurde. Auf der anderen Seite war der Gladiator auch eine Berufsform. Viele Männer wurden Gladiatoren, um sich in der Arena des Amphitheaters Ruhm zu erkämpfen. Manche, die vielleicht weniger ruhmorientiert dachten, wollten einfach nur gutes Geld verdienen. Die Aussicht auf Ruhm und Geld sorgte dafür, dass manche Menschen bereitwillig das große Risiko, im Amphitheater zu sterben, auf sich nahmen. Darüber hinaus wurde im Amphitheater nicht nur bei Kämpfen Blut vergossen. Es fanden manchmal auch große, publikumswirksame, Hinrichtungen statt. So wurden die beiden fränkischen Könige Ascaricus und Merogaisus in der Arena hingerichtet.

Das Gemeinschaftsgefühl im Amphitheater Trier

All diejenigen, die nun glauben, dass es beim Amphitheater immer nur um das Töten und den Blutzoll ging, können jetzt beruhigt werden. Es wurden Gemeindetreffen abgehalten und bisweilen sogar große religiöse Feste gefeiert. Der individuelle Bürger erlebte in der Arena meist ein Gefühl von Gemeinschaft und konnte seinem Alltag entrinnen.

Die Schutzfunktion des Amphitheater Trier

Des Weiteren sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass das Amphitheater besonders im 5. Jahrhundert nach Christus eine wichtige Schutzfunktion hatte. Zu dieser Zeit drangen vor allem die Germanen immer wieder in Trier ein. Die Bürger nutzten das gut ausgebaute und befestigte Arenagelände, um dort Zuflucht vor den Kriegern der Germanen zu finden. Alles in allem war das Amphitheater hauptsächlich Austragungsort von Kultur, auch wenn die Arenakämpfe sicherlich einer Kulturauffassung entsprachen, die wir aus der heutigen Sicht mit dem Adjektiv grausam verurteilen.

Amphitheater Trier - Sicht auf Kampfarena

Amphitheater Trier - Sicht auf Kampfarena

Nach dieser kurzen kulturellen und funktionalen Hintergrunddarlegung des Amphitheaters, sollen im Folgenden einige wichtige geschichtliche Daten rund um das römische Bauwerk präsentiert werden.

Die Baugeschichte des Amphitheater Trier

Der Baubeginn

Ein Keramikfund von 1979 soll angeblich beweisen, dass der Bau im letzten Drittel des 2. Jahrhunderts begonnen wurde. Zunächst hatten die Wissenschaftler den Baubeginn auf das 4. Jahrhundert datiert. 1211 bekamen die Zisterziensermönche von Himmerod die Erlaubnis, das Amphitheater als Steinbruch zu benutzen. Außerdem wurden die Berghänge nun als Weinanbauzone und als Gartenanlage genutzt. 1816 wurde die Kampfarena dann freigelegt. Die Freilegung des Arenakeller folgte im Jahre 1908.

Das Innere des Amphitheater Trier

Der Haupteingang

Den Weg ins Innere des Amphitheaters finden die Besucher heute durch das südliche Hauptor. Dieses bastand früher einmal aus drei großen Torbogen. Der mittlere dieser Torbogen führte direkt zur Kampfarena selber und war mit Abstand der breiteste von den dreien, da er auch bei Festzügen von Paradewagen passiert werden musste. Die beiden anderen Wege, die sich an die verbleibenen zwei Torbögen anschlossen, führten direkt auf die Zuschauertribünen des Amphitheaters. Das Gewölbe der Torbögen weist noch eine Besonderheit auf. Dadurch, dass die Steinquader radial versetzt wurden, konnte man auf den Mörtel verzichten. So werden die Torbögen ohne Mörtel zusammengehalten. Die Zuschauerränge des Amphitheaters bestehen aus 26 Sitzreihen und boten 18000 Menschen Platz. Damit hatte das Amphitheater im 3. Jahrhundert nach Christus schon die Größe von modernen Fußballstadien. Der oberste Rang bei den Zuschauertribünen wurde durch eine Säulengalerie abgeschlossen. Selbstverständlich gab es eine eigen Ehrenloge für den Kaiser oder ranghohe Gäste.

Die Kampfarena

Die ovale Kampfarena maß 70m mal 49m und wurde durch eine durchgängige 4m hohe Mauer umkreist. Zusätzlich war im Inneren eine Palisade eingesetzt, damit kein Kämpfer und auch kein Tier die Arena verlassen konnten. In der Mauer gab es einige Öffnungen, die zu Käfigen dahinter führten. Aus diesen wurden dann Tiere oder Kämpfer freigelassen, wenn sie die Arena betreten sollten. In der Mitte des ovalen Kampfplatzes des Amphitheaters war ein kreuzförmiger Keller, in dem eine Holzpumpe installiert war, die das eindringene Grund- und Bergwasser über Abwasserkanäle ableitete.

Ovale Kampfarena Amphitheater Trier

Ovale Kampfarena Amphitheater Trier

Heutige Veranstaltungen im Amphitheater Trier

Das Amphitheater besticht den Besucher nicht nur durch seinen Vergangenheitsbezug, sondern lockt auch mit modernen Veranstaltungen, die immer wieder für großen Besucherandrang sorgen. So finden regelmäßig musikalische Veranstaltungen statt. Besonders beliebt sind die „Antiken Festspiele“ und das Event „Brot und Spiele“.  Das Amphitheater ist auf jeden Fall eine „Pflichtveranstaltung“ für jeden Besucher, der in die älteste Stadt Deutschlands kommt.

Die Barbarathermen

Die Überreste der Barbarathermen

Die Überreste der Barbarathermen liegen in der Südallee inmitten der ältesten Stadt Deutschlands. Ursprünglich umfasste das Gebiet dieser Thermen etwa 4,2 Hektar. Davon wurde bis heute etwa ein Viertel ausgegraben. Am besten erhalten ist sicherlich das Kellergeschoss der Barbarathermen. Mit der oben schon mal erwähnten Größe von 4,2 Hektar zählten die Barbarathermen lange Zeit zu den größten Badeanlagen des gesamten römischen Reiches.

Die Geschichte der Barbarathermen

Baubeginn und Ausstattung

Wissenschaftler datieren den Bauginn auf die Mitte des 2. Jahrhundert nach Christus. Die Barbarathermen sind symmetrisch angelegt. Deshalb gibt es eine klar definierte Mittelachse, auf der die Palaestra (Gymnastikplatz), das Frigidarium (Kaltwasserbad), das Tepidarium (Warmluftbecken) und das Caldarium (Warmwasserbad) liegen. In den Nebenräumen sind Sauna, Umkleideraum und Waschraum angeordnet. Ein Highlight der Barbarathermen in Trier war das 1,40m tiefe überdachte Hallenschwimmbad. Zudem war dieses auch noch beheizbar.

Das Innere der Barbarathermen

Nicht nur von außen sind die Barbarathermen ein echter Hingucker, sondern auch im Inneren offenbaren sich dem Besucher interessante römische Details. Hinter dem Wärterhaus wurde ein Teil der antiken Fußbodenheizung rekonstruiert. Das Badewasser wurde übrigens über ein Aquädukt aus der Ruwerwasserleitung herbeigeführt.

Die Barbarathermen im Mittelalter

Im 4. Jahrhundert wurden die Barbarathermen das erste Mal renoviert. Nach der Nutzung bis ins 5. Jahrhundert, fielen die Thermen der fränkisch-merowingischen Zeit zum Opfer. Sie wurden zu Wohnbauten umgestaltet und waren bis ins 11. Jahrhundert die Residenz für das Ministerialgeschlecht der „Herren von der Brücke“. Diese Umgestaltung brachte es auch mit sich, dass auf der ehemaligen Palaestra der Barbarathermen eine Kirche errichtet wurde. Ab dem 14. Jahrhundert wurde das Schicksal für die einst stolzen Badeanlagen noch düsterer. Nun wurden sie einfach nur noch als Steinbruch gebraucht. Diese Abnutzung fand ihren Höhepunkt, als die Barbarathermen in Jesuitenbesitz kamen. Die ersten Ausgrabungen wurden in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts durchgeführt.

Trotz der nicht immer hoheitlichen Behandlung der Barbarathermen, sind sie dennoch ein lohnenswertes Ziel für eine ausgiebige Besichtigung.

Die Römerbrücke in Trier

Bau der antiken Römerbrücke Trier

Die Römerbrücke in Trier ist die älteste Brücke nördlich der Alpen, die noch in der Lage ist, den Verkehr zu leiten. Die Brücke wurde in den Jahren 144 bis 152 nach Christus errichtet. Zunächst hatte die Römerbrücke neun Pfeiler und damit eine Länge von ungefähr 400m. Allerdings musste sie irgendwann auf die heutigen sieben Pfeiler verkürzt werden, da sie in den Bau der Stadtmauer integriert werden musste. Außerdem wurde die Mosel in ihrer Geschichte mehrfach uferbegradigt. Die sieben noch stehenden Pfeiler der Römerbrücke bestehen aus Basaltblöcken, die über Eisenklammern, ähnlich wie bei der Porta Nigra, verbunden waren. Bei zwei Pfeilern wurde Kalk- bzw. Sandstein verwendet. Ganz interessant ist sicherlich die Vorgehensweise der Römer beim Errichten der Pfeiler der Römerbrücke. Diese mussten schließlich in das Flussbett integriert werden. Hierzu stellte man doppelte Spundwände aus Eichenbohle auf. Diese dichtete man mit Lehm und Ton ab. Anschließend pumpte man das Wasser aus diesem Bereich und erhielt so einen Freiraum, in den man die Pfeiler für die spätere Römerbrücke setzen konnte.

Die Römerbrücke im Mittelalter

Am westlichen Brückenende der Römerbrücke befand sich das Westtor, das Teil der Stadtmauer war. 1343 reformierte der Erzbischof Balduin den Bau der Römer. Er ließ die hölzerne Fahrbahn abreißen und ließ Steinbögen errichten, da dieses Material weniger anfällig gegen Abnutzung war. 1687 endete dann erstmals die Einsatzzeit für die Römerbrücke, als sie durch die Franzosen zerstört wurde. Diese Pause wehrte jedoch nicht besonders lange. Bereits 1717 begann man mit der Erneuerung. Diee Arbeit wurde 1719 abgeschlossen. In diesem Zustand verlebte die Römerbrücke die nächsten zwei Jahrhunderte. 1931 wurde dann abermals an der Brücke gearbeitet, als man eine Spurerweiterung der Fahrbahnen durchführte. Noch heute kann der Besucher neben der Römerbrücke eine Statue des weltberühmten Kaiser Konstantins besichtigen.

Die Vorgeschichte der Römerbrücke

Zum Schluss sollen noch ein paar Worte zur Vorgeschichte der Römerbrücke fallen. Einige Meter von der heutigen Brücke entfernt, wurde Holz von einer Vorgängerbrücke im Flussbett gefunden. Die Holzuntersuchung ergab, dass dieses Holz wohl in dem Jahr 71 nach Christus verbaut wurde. Es war Bestandteil einer sogenannten Pfahlrostbrücke. Interessanter war aber noch, dass man Holz fand, dass eindeutig aus den Jahren 17 und 18 nach Christus stammte. Aus diesem Umstand schloss man, dass bereits in diesen Jahren schon einmal eine Brücke erbaut worden war. Dies führte zu der Schlussfolgerung, dass das augusteische Trier in einem dieser beiden Jahre gegründet wurde.

Zusammenfassend fasziniert die Römerbrücke und vor allem auch ihre Vorgeschichte jeden, der sich mit diesem römischen Bauwerk befasst. Es gibt für jedermann etwas zu entdecken, egal ob Tourist oder Wissenschaftler.

Kaiserthermen Trier

Kaiserthermen Caldariumsreste

Kaiserthermen Caldariumsreste

Die Kaiserthermen Trier imponieren dem Besucher mit einer Länge von 250m und einer Breite von 143m. Als jüngste Thermen der Stadt Trier, wurden die Bauarbeiten zur Errichtung der Kaiserthemen im 4. Jahrhundert nach Christus begonnen. Allerdings wurden die Bauarbeiten noch vor Fertigstellung der Thermen unterbrochen, da Kaiser Konstantin Trier Richtung Konstantinopel verließ. Unter Kaiser Valentinian I. erfuhren die Kaiserthermen einen Funktionswechsel. Dieser Kaiser ließ aus dem Rohbau des Caldarium eine Empfangshalle mit Vorhalle machen.

Im Mittelalter erwischte es die Römerbauten noch schlimmer. Nun wurden die Thermen als Steinbruch benutzt, um Materialen zum Städtebau zu erhalten. Hierbei legte man keinen Wert mehr auf die eigentliche Funktion der Kaiserthermen. Der große Teil, der heute noch zu sehen ist, ist 19m hoch und Teil des alten Caldarium. Dieser Teil blieb deshalb so gut erhalten, weil die Kaiserthermen im Mittelalter Teil der Stadtbefestigung waren. Außerdem waren sie der Sitz für den Burggrafen, der das militärische Kommando in der Stadt inne hatte.

 

Kaiserthermen Überreste

Kaiserthermen Überreste

Im Jahre 1861 wurde auf den Befehl der preußischen Regierung der Ostteil der Kaiserthermen freigelegt. 1983/84 wurde in aufwendigen Verfahren die Mauer des ehemaligen Caldariums saniert. Insgesamt bestehen die Kaiserthermen aus Kalksteinen, die mit Mörtel verbunden wurden.

Kaiserthermen außen

Kaiserthermen außen

Um einen besseren Überblick über römische Thermen zu erhalten, sollen wichtige Räume und Bäder im Folgenden aufgelistet werden:

  • Caldarium (Warmwasserbad)
  • Teppidarium (Lauwarmwasserbad)
  • Frigidarium (Kaltwasserbad)
  • Palaestra (Ringplatz)
  • Saunaräume
  • Waschräume
  • Ankleidezimmer
  • Toiletten

Im Kellergeschoss der Thermen befanden sich meistens zwei Stockwerke. Eines wurde für die Abwässer benutzt und das andere war ein Dienstbotengang für den Diener und Sklaven.