Liebfrauenkirche

Liebfrauenkirche Trier

Liebfrauenkirche Trier

Die Geschichte der Liebfrauenkirche

Lage und Gründung der Liebfrauenkirche

Die Liebfrauenkirche, die direkt an den Trierer Dom anschließt, ist ein Highlight gotische Baukunst. Die ehemalige antike Südostbasilika bildet ihren Ursprung. Im Jahre 1235 begann man unter dem Erzbischof Theoderich von Wied mit dem Bau der gotischen Liebfrauenkirche. Nachdem es ab 1243 erlaubt war, Spendengelder für die Fertigstellung der Liebfrauenkirche zu sammeln, konnte der Bau 1260 beendet werden.

Die Ästhetik der Liebfrauenkirche

Die Liebfrauenkirche ist eines der frühesten Bauwerke französischer Gotik auf deutschem Boden und ist gleichzeitig von großer Besonderheit. Das Langhaus und das Querschiff bilden ein nahezu symmetrisches Kreuz und die vier Kreuzarme enden in Apsiden. Sie weisen jeweils in der Hauptachse ein Portal auf. Es entsteht fast ein kreisrunder Grundriss, weil man in die Kreuzecken jeweils zwei Kapellen integriert hat.

Die Baukunst der Liebfrauenkirche

Bis 1631 hatte der Vierungsturm einen hohen Spitzhelm, der aber nach einem Blitzeinschlag durch ein flaches Dach ersetzt wurde. Die Fenster der Liebfrauenkirche weisen alle frühgotische Maße auf. Dass die Liebfrauenkirche besonders von französischen Kathedralen abhängig ist, zeigt sich an den Figuren, die an der Westfassade integriert sind. Diese Skulpturen wären ohne das Vorbild der Kathedrale von Reims nicht denkbar. Außer einigen wenigen, sind die Figuren heute durch Kopien ersetzt, während die Originale in einigen Museen zu bestaunen sind. Leider sind auch einige Skulpturen verloren gegangen, die man jedoch versucht hat, nach französischem Vorbild zu ersetzen. So erweiterte man die Liebfrauenkirche 1992 mit den Figuren von Petrus, Adam und Eva. Besonders Maria wird in der Liebfrauenkirche in den Mittelpunkt gestellt, da sie die Schutzpatronin ist. So findet man an der Westfassade viele Gestalten, die einem aus der Heilsgeschichte bekannt vorkommen. Es sind Szenen von der Geburt Jesu dargestellt, in denen beispielsweise die Verkündung an die Hirten dargestellt ist. Rechts und links neben dem Fenster des Portals der Westfassade stehen der Erzengel Gabriel und Maria. In den fünf Bogenläufen der Liebfrauenkirche sind Engel, Bischöfe, Kirchenlehrer und Könige dargestellt, die alle ein Instrument halten. Diese Darstellung soll vermutlich an die 24 Ältesten der Apokalypse erinnern. Der äußere Bogenlauf wird durch die hübschen, aber törichten Jungfrauen verziert und ist damit als Hinweis für das Jüngste Gericht zu verstehen. Im Giebel ist schließlich die Kreuzigung Jesu illustriert. Im Bogenfeld des Nordportals ist die Krönung Mariens zu sehen und das Ostprotal ist einfach durch Blattwerk dekoriert.

Insgesamt rundet die Liebfrauenkirche den Domfreihof ab und ist sicherlich eine der schönsten Kirchen, die man in Trier finden kann.

Der Trierer Dom

Dom zu Trier

Dom zu Trier

Die Geschichte des Trierer Dom

Einleitung in die Geschichte des Trierer Dom

Der Dom in Trier bildet zusammen mit der Liebfrauenkirche den Mittelpunkt des Domviertels. Diese beiden Kirchen bilden zusammen eine Doppelkirchenanlage und waren wohl die größte Anlage nördlich der Alpen im 4. Jahrhundert. In Trier erzählt man sich, dass das Wohnhaus Helenas, der Mutter Konstantins, Ausgangspunkt für den heutigen Dom war. Diese schenkte ihr Haus dem Bischof Agritius. Im Mittelalter wurde der Dom eine Zeit lang sogar „Domus beatae Helenae“ genannt, Haus der heiligen Helena. Im Folgenden soll die Baugeschichte des Trierer Doms aufgezeigt werden.

Die Baugeschichte des Trierer Dom

Der Ausgangspunkt für die heutige Kirchenanlage soll ein Wohnhaus gewesen sein, in dem im dritten Jahrhundert ein Apsidenraum eingerichtet worden war. Am Anfang des 4. Jahrhunderts folgte der Bau eines dreischiffigen Gebäudes mit Chorraum und Apsis. Dieses Gebäude wurde Südwestbasilika genannt. In den 30er Jahren des 4. Jahrhunderts folgte dann eine Südostbasilika, die ebenfalls ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe aufwies. Des Weiteren wurden noch die Nordwest- und die Nordostbasilika erbaut. Somit bestand der heutige Dom früher ursprünglich einmal aus vier miteinander verbundenen Basiliken. In der Mitte dieses Komplexes lag ein 64qm großes Wasserbecken, das wohl als Baptisterium diente.

In den 40er Jahren des 4. Jahrhunderts wurden die Bauarbeiten an der Nordostbasilika, aus der der heutige Dom entstand, fortgesetzt. Hierzu wurde diese Basilika erst einmal niedergelegt und man begann mit einem Quadratbau, der 40 mal 40m groß war. Im Inneren des Quadratbaus stellte man 12m hohe Säulen auf. Ein Teil dieser gewaltigen Säulen findet man auch heute noch auf dem Domfreihof. In Trier wird dieses Teil einfach Domstein genannt.  355 ließ man jedoch dieses Gebäude, das bis zu einer Höhe von 4m fertiggestellt wurde, im Rohbau liegen. Erst Kaiser Valentinian I. ließ wieder an dem Quadratbau weiterarbeiten.

Nun verfolgte man allerdings einen anderen Plan. Mit der Aufstellung der vier konstantinischen Granitsäulen wurde der Quadratbau in mehrere kleinere Quadrate unterteil. Im Mittelquadrat entstand auf diese Weise ein fünfstufiges Podest. Dieser Quadratbau wurde aufwendig ausgeschmückt und muss prächtig ausgesehen haben. Die Nordostbasilika war damit das aufwendigste Gebäude des Komplexes.

Die Nordostbasilika, die die Grundlage für den heutigen Dom bildete, diente erst im 6. Jahrhundert als Bischofskirche. Die Südostbasilika, die später zur gotischen Liebfrauenkirche umgebaut wurde, war wohl die Tauf- und Volkskirche.

Kuppel im Trierer Dom

Kuppel im Trierer Dom

Der Antike Kirchenkomplex blieb wohl bis in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts erhalten. Als Trier durch die Franken erobert wurde, brannten die Basiliken aus. Bei dem Quadratbau standen nur noch die Seitenwände. Der Rest war eingestürzt. Es folgte ein halbes Jahrhundert, in dem nichts an den Ruinen gemacht worden war. Erst der Bischof Nicetius veranlasste den Wiederaufbau der einst so prächtigen Anlage. So wurde die Südostbasilika, die später zur Liebfrauenkirche umgebaut wurde, wieder neu errichtet. Da die Architektur im Quadratbau so kompliziert war, ließ der Bischof Handwerker aus Italien kommen, die mit dem nötigen Know-how den Bau wieder rekonstruieren sollten. Die alte Südwestbasilika wurde nicht mehr aufgebaut. Dies ist auch der Grund, warum die Besucher in Tier heute nur noch Dom und Liebfrauenkirche bewundern können.

Trierer Dom

Trierer Dom

882 kam es zu einer weiteren Zerstörung der Kirchenanlage. Die Normannen waren in Tier eigefallen und zerstörten die Doppelkirchenanlage. Erzbischof Egbert  begann mit dem Wiederaufbau, der jedoch durch seinen Tod und politische Probleme stockte. Erst Poppo von Babenberg vollendet die Renovierung und ließ die heute noch imposante Westfassade errichten. Hierzu veranlasste er den Bau der beiden Türme und der westlichen Apsis des heutigen Doms. Allerdings konnte auch von Babenberg nicht mehr miterleben, wie sein Bau vollendet wurde. Er starb angeblich an einem Hitzschlag als er die Baustelle begutachtete. Der Westbau wurde erst unter seinen beiden Nachfolgern beendet. 1196 konnte man den neuen Altar einweihen, nachdem man den Ostchor vollendet hatte. Am Anfang des 13. Jahrhunderts wurde die Einwölbung der drei Kirchenschiffe vorgenommen. Ebenso entstanden im 13. Jahrhundert der Domkreuzgang und die Liebfrauenkirche. Erzbischof Balduin von Luxemburg erhöhte die Osttürme des Domes mit dem obersten Stockwerk. 1515 wurde dann auch der Südwestturm aufgestockt. Das Jahr 1702 wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Trierer Domes. In diesem Jahre legte man den Grundstein für die Aufbewahrungskammer des heiligen Rockes.

Der Heilige Rock im Trierer Dom

Kammer des Heiligen Rocks im Trierer Dom

Kammer des Heiligen Rocks im Trierer Dom

Dieses Artefakt soll angeblich von der heiligen Helena mit nach Trier gebracht worden sein und ist die bedeutendste Reliquie der Trierer Stadt. 1717 erlitt die Trierer Domgemeinde einen Rückschlag als das Dach des Triere Domes abbrannte. Bei dem Wiederaufbau wurde die obere Fensterreihe des ehemaligen Quadratbaus abgerissen und man fügte ein neues barockes Querschiff ein. Mit dem Einmarsch der französischen Truppen 1794 wurde der Dom zu einem Pferdestall umfunktioniert. Dies wurde allerdings rückgängig gemacht als der französische Bischof Mannay eingesetzt wurde. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden weitreichende Renovierungsarbeiten am Dom durchgeführt und man begann mit archäologischen Untersuchungen. Große statische Mängel führten zu einer weiteren Restaurationsphase, die von 1960 bis 1974 anhielt. Seit Jahren werden immer regelmäßig Ausgrabungen unternommen, um die Lücken in der Trierer Domgeschichte immer gewissenhafter und genauer zu füllen.

Trierer Dom- Vereinigung vieler Kunstauffassungen

Der Trierer Dom ist eine Ansammlungsstätte verschiedener Kunst- und Kulturauffassungen. Kaum ein anderes Gebäude weist so viele unterschiedliche Einflüsse aus verschiedenen Epochen auf wie der Dom zu Trier. Diese Kirche ist sicherlich ein Denkmal geschichtlicher Kunst.

Altar im Trierer Dom

Altar im Trierer Dom

 

Mariensäule Trier

Die Geschichte der Mariensäule Trier

Mariensäule Trier

Mariensäule Trier

So wie die Mariensäule erhöht über Trier steht, scheint sie über die Einwohner der ältesten Stadt Deutschlands zu wachen. Heute schließt der Segen der Mariensäule Trier wirklich jeden ein. Dies soll derart deutlich betont werden, weil dies nicht immer der Fall gewesen ist. Die Anfänge der Geschichte der Mariensäule beginnen als Protestsymbol. Im 19. Jahrhundert fiel Trier unter preußische Herrschaft. In diesem Zusammenhang wurde die Jesuitenkirche der katholischen Gemeinde entwendet und der kleineren evangelischen Gemeinde zugesprochen. Die katholische Bevölkerung war darüber so erbost, dass sie Beschwerde einlegten und sich gegen die Umverteilung der Jesuitenkirche wehrten. Ohne Aussicht auf Einigung, musste schließlich der König Friedrich Wilhelm höchstpersönlich eingreifen. Er gab den Katholiken zwar die Jesuitenkirche zurück, nahm ihnen aber gleichzeitig die imposante Basilika und führte diese den evangelischen Bürgern zu. Die Katholiken waren außer sich, mussten sich aber mit dem Beschluss abfinden. Da sie keine andere Möglichkeit mehr hatten, bauten sie die Mariensäule als Protestsymbol. Diese ordneten sie absichtlich genau gegenüber der Basilika an, um ihren Trotz zu zeigen. Die Mariensäule wurde zur Galionsfigur für den katholischen Widerstand.

Die Mariensäule Trier heute

Zuletzt wurde die Mariensäule Trier 2007 saniert. Heute ist der Platz des Denkmals vor allem bei Hobbyphotographen und Romantikern beliebt, die den herrlichen Ausblick über Trier genießen wollen.

Heilige Maria in Trier

Heilige Maria in Trier

Als letztes soll nicht unerwähnt bleiben, dass es ein Rätsel zur Mariensäule im Raum Trier gibt. Es kann durchaus vorkommen, dass Sie bei einem netten Beisammensein mit einem Einheimischen folgende Frage gestellt bekommen: „In welcher Hand hält die heilige Maria ihr Kind?“ Diese Frage wird in Trier als Rätsel aufgefasst und man sollte sich mit einer falschen Antwort nicht blamieren. Deshalb raten wir von Trier.com Ihnen dringend, dieses Rätsel durch einen Besuch bei der Mariensäule zu lösen.

 

Konstantinbasilika Trier

Basilika Trier

Basilika Trier

Die Lage der Konstantinbasilika

Zwischen Dom und Kaiserthermen, in der südöstlichen Ecke Triers liegt die Konstantinbasilika, die in der Spätantike zum kaiserlichen Palastbezirk gehört hat. Der mächtige Ziegelbau ist der Überrest des Palastbezirks und beherrscht bis heute das Stadtbild Triers.

Das Aussehen der Konstantinbasilika

Die Basilika besteht aus einer großen, rechteckigen Halle, wobei an der nördlichen Schmalseite eine Apsis angefügt ist. An der platt geschlossenen Südwand befand sich früher ein querliegender , 12m breiter  Vorbau, der 1983 freigelegt und konserviert wurde. Von den rahmenden Säulenhallen sind im Bereich des Basilikavorplatzes Mauerreste freigelegt worden, die zeigen, dass der Hauptbau nicht frei gestanden, sondern Teil der weitläufigen Palastanlage gewesen ist. Das heutige Erscheinungsbild der Basilika gibt daher auch nicht den antiken Eindruck wieder, da der Ziegelbau ursprünglich auch verputzt und farbig gestrichen war.

Durch eine Reihung hochaufragender Arkaden, werden Wandflächen und Apsis in viele gleichmäßige Teile gegliedert. Besonders schön anzuschauen, sind die reich verzierten Fenster der Basilika. Diese wurden zwar neu gemacht, sind in ihrem Stil aber an die alten Originalfenster angelegt. Zu diesen Fenstern in der Basilika gibt es noch ein entscheidenes Detail, das man, wenn man es nicht weiß, schnell übersieht. Die Fenster in der Apsis der Basilika sind kleiner als die, die in den Seitenwänden angebracht sind. Dieser Trick führte dazu, dass der Kaiser, der auf dem Thron in der Apsis saß, größer wirkte, weil seine Proportionen im Verhältnis zu den Fenstern größer waren. Dieser Effekt sollte jedem Abgesandten, der die Basilka betrat, vor Augen führen, dass er sich hier in der Gegenwart des Kaisers aufhält.

Basilika Trier

Basilika Trier

Der Bau der Konstantinbasilika

Der Baubeginn der Basilika ist nicht mehr genau festzulegen. Dennoch ergaben Untersuchungen, dass die heutige Kirche auf vorangegangenen Bauwerken steht. Es wurde ein Straßenzug nachgewiesen, der im 1. Jahrhundert bebaut wurde. Im darauffolgendem Jahrhundert wurde die Straße mit einer einschiffrigen Halle überbaut, der im 3. Jahrhundert eine Heizung beigefügt wurde. Dieser Bau wurde aber wieder für die Errichtung der Konstantinbasilika niedergelegt. Außerdem wurden im Mauerwerk der Konstantinbasilika Münzen entdeckt, die belegen, dass der Bau der Konstantinbasilika erst im ersten Jahrzehnt des 4. Jahrhunderts begonnen haben kann. Eine weitere Münze unter dem Fußboden, die aus dem Jahre 341 stammte, beweist, dass die Basilka zu Konstantins Lebzeiten gar nicht mehr fertig geworden ist. Dieser verstarb 337.

Der Name Basilika wurde dem Gebäude erst im 19. Jahrhundert verliehen. In der Antike sprach man von einem „Palatium“, denn die Römer erbauten dieses imposante Gebäude als Palasthalle für ihren Kaiser.

Das Innere der Konstantinbasilika

Die Innenausstattung der Konstantinbasilika

Im Inneren der Basilika sucht man vergebens nach pompösen Dekorationsgegenständen. Die reine Größe des Raumes reicht aus, um selbst den Besuchern heutzutage, ein wenig Ehrfurcht einzuhauchen. Mit der angrenzenden Apsis zusammen, kommt die Basilika auf eine stolze Länge von 67m. Gleichzeitig ist sie 27m breit und 33m hoch. Mit dieser enormen Höhe ist sie in der Lage, die komplette Porta Nigra in sich aufzunehmen. Ein besonderes Merkmal der Basilika ist sicherlich die hölzerne Kassettendecke, die von unten betrachtet eher klein wirkt. Jedoch ist dies ein Trugbild, dass aufgrund der Höhe entsteht.  In Wirklichkeit könnte man in jeder Kassette relativ bequem ein Kinderzimmer einrichten.

Das Heizsystem der Konstantinbasilika

Durch diese enormen Ausmaße der Basilika mussten sich die Römer auch etwas Besonderes für das Aufheizen einfallen lassen. Sie entwickelten einen doppelten Boden, sodass warme Luft durch einen Freiraum zwischen den Böden zirkulieren konnte. Ebenfalls ließ man die warme Luft an den Seitenwänden durch hergestellte Schächte ziehen, damit die Seitenwände erhitzt wurden, um als zusätzliche Heizkörper zu dienen.

Die Funktionen der Konstantinbasilika

Die Basilika diente nicht nur dem römischen Kaiser als Regierungssitz, sondern auch dem fränkischen König, der seinen Thronsaal in der heutigen Kirche einrichtete.

Basilika Trier von außen

Basilika Trier von außen

Im Laufe der Geschichte wanderte die Basilika durch Schenkung in den Besitz des Erzbischofs von Trier, der seit dem 13. Jahrhundert in eben diesem Gebäude residierte. Als Erzbischof Metternich den Bau des Kurfürstlischen Palais begonnen hatte, wurden Teile der Basilika abgerissen, um Platz für die neue kurfürstliche Residenz zu schaffen. Unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV wurde die Basilika wieder rekonstruiert. 1856 wurde das römische Gebäude dann der evangelischen Gemeinde übergeben und ist seitdem eine evangelische Kirche.In den Wirren des zweiten Weltkrieges brannte die Basilika fast ganz aus. Die Rekonstruktionsarbeiten wurden 1956 abgeschlossen.

Die Konstantinbasilika heute

Heute begeistert die Basilika viele Touristen jährlich, die sich an der majestätischen Ausstrahlung erfreuen. Dieses Gebäude ist sicherlich einzigartig und sollte auf jeden Fall besucht werden, wenn  man sich in der ältesten Stadt Deutschlands aufhält.

St. Gangolf Kirche

St. Gangolf Kirche

St. Gangolf Kirche

Die Geschichte der St. Gangolf Kirche

Die St. Gangolf Kirche liegt auf der Südseite des Hauptmarktes. Das reich verzierte Tor schuf Francis Taffin, der auch das barocke Chorgitter des Doms bearbeitet hat. Im Folgenden soll die Baugeschichte der St. Gangolf Kirche näher beschrieben werden. Der Ausgangspunkt für die heutige Kirche war die im 10. Jahrhundert gegründete Marktkirche. Dies war eine bescheidene Kapelle, die von Erzbischof Theoderich  gegründet wurde. Diese kleine Kapelle wurde im 13. und 14. Jahrhundert erneuert. Im 15. Jahrhundert wurde dann schließlich der Bau für die heutige Gangolf Kirche angefangen. Das prägnanteste Merkmal der Kirche ist sicherlich der große Westturm, der heute aus sechs Stockwerken besteht. Am Anfang des Baus war der Westturm der St. Gangolf Kirche nur vierstöckig. 1507 wurde der Turm um weitere zwei Stockwerke erweitert und hat seitdem eine stattliche Höhe von 62m. Damit war er zwischenzeitlich sogar größer als der Domturm. Dies konnten sich die Domherren aber nicht gefallen lassen und erhöhten den Turm des Doms wieder.

Glockenturm St. Gangolf Kirche Trier

Glockenturm St. Gangolf Kirche Trier

Der Turm der St. Gangolf Kirche

Der Turm der St. Gangolf Kirche wurde Jahrhunderte lang zur Feuerwacht benutzt. Rund um die Uhr standen zwei Menschen auf dem Turm und gaben bei Feuer entsprechende Signale. Eine weitere besondere Funktionsweise der St. Gangolf Kirche war die „Lumpenglocke“. Diese wurde täglich um 22 Uhr geläutet und gab den Bürgern, die noch auf der Straße waren, das Signal, sich nach Hause zu begeben. Wie viele andere Gebäude in Trier, wurde auch das Kirchengebäude der St. Gangolf Kirche im zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Allerdings schaffte man es, die Kirche mit aufwendigen Restaurationsarbeiten wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen. 1984 ließ man sogar die Farbfassung rekonstruieren. Diese Kirche am Hauptmarkt ist sicherlich eine der sehenswertesten Glaubensstätten des Christentums.