Denkmäler und wichtige Plätze in Trier

Petrisberg Trier – Erholungsgebiet für Klein und Groß

Die Universitätsstadt Trier liegt mit ihrer Fläche von knapp 120 Quadratkilometern auf etwa 135 Metern über Seehöhe. Innerhalb des weitgehend ländlichen Stadtgebietes befindet sich der Petrisberg zu Trier als städtischer Hausberg mit einer Höhe von 265 Metern über Normalhöhennull. Seit jeher gehört er zu den Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten von Trier. Dieser Aussichtspunkt bietet einen weiten Panoramablick über die gesamte Stadt, bis hinein in das westlich gelegene Moseltal.

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Neues Highlight in Trier- das bronzene Stadtmodell auf dem Kornmarkt

Fakten rund um das bronzene Stadtmodell Triers

Bronzenes Stadtabbild Trier

Die Kulturstiftung hat in Zusammenarbeit mit dem Lions-Club ein bronzenes Stadtmodell der Trierer Innenstadt anfertigen lassen. Im Maßstab 1:650 wird die Altstadt Triers maßstabsgetreu dargestellt. Das Abbild, das Reliefcharakter hat, wurde auf dem Kornmarkt aufgestellt. Die Abbildung wiegt sage und schreibe 300 Kilogramm und steht auf einem massivem Granitsockel. Insgesamt mussten 30.000 Euro für das Projekt  aufgebracht werden, die sich beide Organisationen teilten. Die Kulturstiftung und der Lions-Club boten sogar an, noch weitere Modelle anzufertigen, wenn die Stadt geeignete Ausstellungsplätze ermöglichen könne. Oberbürgermeister Klaus Jensen begrüßte den Vorschlag und hofft auf weitere Zusammenarbeit.

 

Warum ist das bronzene Stadtmodell ein Highlight?

Bronzene Startkarte Trier  Das bronzene Stadtmodell der Trierer Innenstadt erweist sich vor allem für sehbehinderte Menschen als Glücksfall. Diese bekommen endlich die Gelegenheit die Innenstadt voll und ganz zu erleben. Sie können mittels Tasten die Proportionen der Gebäude erfahren. Des Weiteren können sie die Lage der einzelnen Straßen und Plätze zueinander erfühlen und sich so ein eigenes fantastisches Bild von der ältesten Stadt Deutschlands machen. Das bronzene Abbild leistet einen wichtigen Beitrag, benachteiligte Menschen besser und tiefer in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen das Leben somit ein wenig zu erleichtern.

Aber auch für alle anderen Menschen ist das minimierte Stadtbild sehens- und besuchenswert. Es läd förmich dazu ein, Bilder zu machen, denn auf welche andere Weise, hat man schon die Möglichkeit, die Trierer Innenstadt ganzheitlich zu fotografieren. Für Touristen kann das bronzene Stadtmodell als Orientierungshilfe dienen und ihnen das Erkunden Triers vereinfachen.

Letztlich sollte nicht unerwähnt bleiben, dass das bronzene Stadtmodell auf dem Kornmarkt auch einfach als Kunstwerk aufgefasst werden kann. Kunstwerke haben keinen Nutzen, außer den Betrachter durch ihre Existenz zu erfreuen. Das bloße Betrachten des Gegenstandes läd sicherlich den ein oder anderen ein, einfach einmal gedanklich durch die Trierer Innenstadt „zu fliegen“.

 

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass diese Neuerung auf dem Kornmarkt Trier bereichert.

 

Mariensäule Trier

Die Geschichte der Mariensäule Trier

Mariensäule Trier

Mariensäule Trier

So wie die Mariensäule erhöht über Trier steht, scheint sie über die Einwohner der ältesten Stadt Deutschlands zu wachen. Heute schließt der Segen der Mariensäule Trier wirklich jeden ein. Dies soll derart deutlich betont werden, weil dies nicht immer der Fall gewesen ist. Die Anfänge der Geschichte der Mariensäule beginnen als Protestsymbol. Im 19. Jahrhundert fiel Trier unter preußische Herrschaft. In diesem Zusammenhang wurde die Jesuitenkirche der katholischen Gemeinde entwendet und der kleineren evangelischen Gemeinde zugesprochen. Die katholische Bevölkerung war darüber so erbost, dass sie Beschwerde einlegten und sich gegen die Umverteilung der Jesuitenkirche wehrten. Ohne Aussicht auf Einigung, musste schließlich der König Friedrich Wilhelm höchstpersönlich eingreifen. Er gab den Katholiken zwar die Jesuitenkirche zurück, nahm ihnen aber gleichzeitig die imposante Basilika und führte diese den evangelischen Bürgern zu. Die Katholiken waren außer sich, mussten sich aber mit dem Beschluss abfinden. Da sie keine andere Möglichkeit mehr hatten, bauten sie die Mariensäule als Protestsymbol. Diese ordneten sie absichtlich genau gegenüber der Basilika an, um ihren Trotz zu zeigen. Die Mariensäule wurde zur Galionsfigur für den katholischen Widerstand.

Die Mariensäule Trier heute

Zuletzt wurde die Mariensäule Trier 2007 saniert. Heute ist der Platz des Denkmals vor allem bei Hobbyphotographen und Romantikern beliebt, die den herrlichen Ausblick über Trier genießen wollen.

Heilige Maria in Trier

Heilige Maria in Trier

Als letztes soll nicht unerwähnt bleiben, dass es ein Rätsel zur Mariensäule im Raum Trier gibt. Es kann durchaus vorkommen, dass Sie bei einem netten Beisammensein mit einem Einheimischen folgende Frage gestellt bekommen: „In welcher Hand hält die heilige Maria ihr Kind?“ Diese Frage wird in Trier als Rätsel aufgefasst und man sollte sich mit einer falschen Antwort nicht blamieren. Deshalb raten wir von Trier.com Ihnen dringend, dieses Rätsel durch einen Besuch bei der Mariensäule zu lösen.

 

Der Hauptmarkt in Trier

Hauptmarkt in Trier

Hauptmarkt in Trier

Die Lage des Hauptmarktes in Trier

Der Hauptmarkt in Trier ist ein dreieckiger Platz, der das Zentrum  der Innenstadt bildet. Am Hauptmarkt gabelt sich auch die Simeonstraße in mehrere verschiedene Straßenzüge auf. Die Sternstraße führt den Besucher zum schönen Domviertel. Genau gegenüber, auf der anderen Seite des Hauptmarktes, führen Jakob- und Dietrichstraße zum Hafengelände am Moselufer. Diese beiden Straßen waren früher Teil des Judenviertels. Wenn man vom Hauptmarkt am schnellsten zur Römerbrücke möchte, muss man der Fleischstraße folgen, die dann in die Brückenstraße übergeht und direkt an der Römerbrücke endet. Wenn einem all diese Möglichkeiten nicht zusagen, kann man auch der Brotstraße folgen, die einen weiter durch die Innenstadt führt. Diese geht in die Neustraße über und endet letztlich am Südausgang der Innenstadt.

Die Gründung des Hauptmarktes in Trier

Die Geschichte des Hauptmarktes beginnt im 10. Jahrhundert, als Trier die Marktrechte erhalten hat. Damit verlegte man den Markt, der früher in der Nähe der Römerbrücke war, auf das heutige Hauptmarktgelände.

Sehenswertes am Hauptmarkt in Trier

Das Marktkreuz

Erzbischof Heinrich I. ließ zum Zeichen der neuen Marktrechte 958 das Marktkreuz auf dem Hauptmarkt errichten. Dieses sollte Macht demonstrieren. Auf der Vorderseite des Marktkreuzes ist das Lamm Gottes abgebildet, das ein Zeichen für die christliche Religion ist. Die Rückseite präsentiert dem Betrachter eine später eingefügte Inschrift. Erzbischof Heinrich I. verewigte sich ebenfalls auf dem Marktkreuz. So trägt die Deckplatte des Kapitells die Aufschrift: „Der Trierer Erzbischof ließ mich errichten“.

Der Petrusbrunnen

Ebenfalls auf dem Hauptmarkt steht der Petrusbrunnen. Dieser erhielt seinen Namen durch den heiligen Petrus, welcher der Stadtpatron von Trier ist. Der achtseitige Brunnen auf dem Hauptmarkt bildet Petrus ab.

Hauptmarkt in Trier

Hauptmarkt in Trier

Im unteren Teil sind die vier Kardinaltugenden verewigt. Justitia steht mit ihrer Waage und dem Schwert für die Gerechtigkeit. Fortitudo ist das Symbol für Stärke und trägt eine zerbrochene Säule. Die Mäßigung wird durch die Temperantia verdeutlicht, die Wein und Wasser trägt. Spiegel und Schlange sind Teil von Prudentia, die Klugheit verkörpert. Hinter den vier Tugenden, die den Petrusbrunnen auf dem Hauptmarkt schmücken, sind Affen abgebildet, die allerlei Dinge machen.

Nicht nur bildlich möchte der Petrusbrunnen dem Betrachter eine Nachricht  übermitteln, sondern auch in Form einer Inschrift. So kann man auf dem Brunnen, der auf dem Hauptmarkt steht, folgende doppelte Inschrift lesen: „Glücklich das Gemeinwesen, wo die Klugheit das Zepter hält, wo die heilige Gerechtigkeit die Guten schützt und die Schuldigen mit dem Schwert richtet, wo der Starkmut im Unglück herrscht und die Mäßigung alles löblich lenkt“ und „Aus diesen Tugenden fließt, dem Wasser aus der Quelle gleich, das Heil des Volkes und alles Gute für das Gemeinwesen“. 1983 wurde der Petrusbrunnen zuletzt renoviert. Dies beinhaltete auch das Erneuern der Farben.

 

Trierer Hauptmarkt

Trierer Hauptmarkt

Die Löwenapotheke

Ein weiteres Highlight auf dem Hauptmarkt ist die Löwenapotheke. Dies ist die älteste Apotheke Deutschlands, die sich dem Besucher hier auf dem Hauptmarkt in Trier präsentiert. Insgesamt kann der Hauptmarkt als Zentrum des pulsierenden Lebens in Trier bezeichnet werden.

Die bewegende Geschichte der Juden in Trier

Der geschichtliche Hintergrund zur Judengasse

Wenn man der Fußgängerzone in Trier einen Besuch abstattet, wird man immer auf das Bogentor bei Hausnummer 23 auf dem Hauptmarkt aufmerksam werden. Dort steht in nüchternen Buchstaben das Wort Judengasse drüber. Dieses Tor war ein Zugang zum jüdischen Ghetto in Trier. Heute fasziniert dieser Umstand viele Touristen, die die dahinter liegende Gasse begutachten. Der Ausdruck Judengasse mag vielleicht ein wenig täuschen. Zu früheren Zeiten gab es dort ein ganzes Judenviertel, das sich über die Häuser zwischen Jakobstraße und Stockplatz erstreckte. Es gab mehrere Tore wie das am Eingang der Judengasse. Diese lagen an der Einmündung der Stockstraße und der Jakobstraße und am Stockplatz selber. Diese Tore wurden leider aus einem traurigen Grund angebracht. Auf diese Weise konnte man sicher gehen, dass die Juden ihr Judenviertel nicht mehr nach der Sperrstunde verließen. Man versperrte die Tore mittels großer Eisenketten. Damit wurde das jüdische Ghetto regelmäßig zum Gefängnis für die jüdische Bevölkerung.

Eingang Judengasse in Trier

Eingang Judengasse in Trier

Die Geschichte der Juden in Trier ab dem Mittelalter

Die Verbannung der Juden aus Trier

Die Juden hatte ihre Blütezeit am Anfang des 14. Jahrhunderts in Trier. Sie profitierten von Balduin von Luxemburg, der jüdische Berater in Finanzfragen unterhielt. Allerdings schürte dies auch den Neid auf die jüdische Bevölkerung. Mit dem Eintreten der Pest in Trier, sahen einige die Chance, diese Krankheit den Juden anzuhängen. 1349 kam es zu einem schrecklichen Pogrom gegen die Juden. Man entschied sich zwar noch, einen Neuanfang mit der jüdischen Bevölkerung zu machen. Dennoch wurden die Juden 1418 endgültig von Otto von Ziegenhain aus Trier verbannt. Damit verlor auch der jüdische Friedhof, der an der Nordseite des Viehmarktes lag, an Bedeutung. Die Judenmauerstraße erinnert noch an die alte Gedenkstätte.

Die Wiedereingliederung der Juden in Trier

In den nächsten Jahrhunderten gab es keine jüdische Bevölkerung mehr in Trier. Erst im 17 Jahrhundert fand eine Wiederansiedlung statt. Allerdings war diese eingeschränkt und man musste als Jude ständig bedroht und verfolgt leben.

Im 18. und 19. Jahrhundert lebten die Juden nicht mehr in einem abgeriegelten Ghetto. Dennoch gab es bestimmte Straßenzüge, auf die sich die jüdische Bevölkerung reduzierte. Zu dieser Zeit gab es auch eine Synagoge in Trier, die in der Weberbach lag. Des Weiteren wurde zwischen 1620 und 1650 ein neuer Friedhof, südlich vor der Stadtmauer, angelegt.

Der Einfluss der Nationalsozialisten auf die Juden in Trier

Leider wiederholte sich nun die Geschichte für die Juden in dramatischer Art und Weise. Mit dem Machtantritt Hittlers veränderte sich alles für die jüdische Bevölkerung. 1933 lebten 796 Juden in Trier. Diese machten ungefähr 1% der damaligen Einwohner Triers aus. Nach den Nürnberger-Gesetzen 1935 konnten noch einige wenige rechtzeitig fliehen, bevor es 1938 zur berühmten Reichspogromnacht kam. Die Synagoge wurde beschädigt und viele Juden wurden verletzt. Im Jahre 1942 waren fast alle Juden nach Litzmannstadt oder Theresienstadt deportiert und dort ermordet worden. 1944 wurde die Synagoge durch Bombenangriffe vollständig zerstört.

Nach dem Krieg kehrten nur 14 Juden in ihre Heimatstadt zurück. Neben Gedenktafeln, soll auch die Judengasse ihren Beitragt leisten, dass man das Unheil, das der jüdischen Bevölkerung widerfahren ist, nicht vergisst. Somit ist die Judengasse sowohl Kultur, als auch Sozialengagement.

Dreikönigshaus zwischen Porta Nigra und Hauptmarkt

Dreikönigshaus

Das Dreikönigshaus in Trier

Das Gebäude wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Ähnlich wie der Frankenturm, kann es stellvertretend für die typischen befestigten romanischen Wohntürme gesehen werden. Somit ist es nicht verwunderlich, dass in den unteren beiden Stockwerken keine Öffnung im Dreikönigshaus vorzufinden ist. Der Zugang befand sich früher bei dem ersten Fenstergeschoss und war durch einen Holzsteg zu erreichen. Wenn Gefahr drohte, konnte man diesen Steg hineinziehen. Auf diese Weise konnte man sein Eigentum beschützen.

Dreikönigshaus zwischen Porta Nigra und Hauptmarkt

Dreikönigshaus zwischen Porta Nigra und Hauptmarkt

 

Die heutigen Eingänge wurden erst später in dem Gebäude integriert. Das Dreikönigshaus repräsentiert spätromanische und frühgotische Baustile.

Sehenswürdigkeit zwischen Porta Nigra und Hauptmarkt

Das Gebäude liegt geographisch gesehen zwischen der Porta Nigra, dem Wahrzeichen der Stadt Trier und dem Hauptmarkt. Beide Sehenswürdigkeiten sind Fußweg in weniger als zwei Minuten zu erreichen. Ebenfalls im Zentrum mit weniger als 5 Minuten Fußweg liegen die Liebfrauenkirche, der Dom zu Trier und die Basilika.

Das Dreikönigshaus heute

Nach verschiedensten Umbauten wurde das Haus 1938 sowie 1973 restauriert. Bei der ersten Instandsetzung versuchte man den mittelalterlichen Zustand so weit wie möglich wiederherzustellen. Im Erdgeschoss befindet sich heute eine Kaffehauskette.

Frankenturm

Frankenturm Gesamtansicht

Frankenturm Gesamtansicht

Kurze Zusammenfassung zum Frankenturm

Der Frankenturm wurde 1100 erbaut und ist, ähnlich wie das Dreikönigshaus, ein sensationelles Beispiel für einen befestigten romanischen Wohnturm. Diese waren dafür bekannt, dass sie keine ebenerdigen Eingänge besaßen, sondern nur über Leitern und Stege betreten werden konnten. Dies diente den Bewohnern der Türme zum Schutz. Der Frankenturm hat seinen Namen durch Franco von Sehnheim erhalten, der den Turm im 14. Jahrhundert bewohnte.

Eingang Frankenturm

Frankenturm Frontseite

Frankenturm Frontseite

Wie oben schon mal erwähnt, hatte der Frankenturm keinen ebenerdigen Eingang. Er war nur über eine Leiter durch den zweiten Stock zu betreten. Ursprünglich hatte der Frankenturm nur kleine Plattenfenster, die eher wie Lichtschlitze wirkten. Der runde Eingangsbogen wurde erst später in den Turm hineingebrochen.

Bauweise

Der Frankenturm erhebt sich über einem quaderförmigen Sockel und besteht aus kleinen Kalksteinquadern. Der Zinnenkranz, den der Frankenturm dem heutigen Besucher präsentieren kann, wurde aufwendig im Jahre 1938 restauriert.

Heutige Nutzung des Frankenturm

Heute macht der Frankenturm vor allem durch seine Vielfalt auf sich aufmerksam. Neben Kulturvorstellungen und Vorträgen, kann der Turm auch für private Feiern gemietet werden.

Frankenturm Trier

Frankenturm Trier