Museen

Portrait der Agrippina minor, 49-54 n. Chr., © Ny Carlsberg Glyptotek, Copenhagen, Ole Haupt.

Nero Ausstellung in Trier

Der vielleicht berühmteste römische Kaiser aller Zeiten war vor allem eine tragische Figur


Seine Regentschaft währte nur 14 Jahre, doch die Erinnerung an ihn, sein zwiespältiges Wesen und seine Taten haben die Jahrhunderte und Jahrtausende bis heute überdauert. Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus, der als letzter Spross des römischen Patriziergeschlechts der Julier das damalige Weltreich in den Jahren 54 bis 68 regierte, ist der Nachwelt vor allem als vermeintlicher Brandstifter und Zerstörer Roms ein Begriff. In der Tat gilt es heute als wissenschaftlich erwiesen, dass der große Brand von Rom im Jahr 64 nicht von Nero selbst angeordnet oder gar besungen wurde. Nichtsdestotrotz haben sich die Verdächtigungen hartnäckig gehalten, wohl auch deshalb, weil der so in Verruf gebrachte Kaiser die Christenverfolgung begründete, um somit dem leidenden Volk einen „Sündenbock“ zu präsentieren. Ungeachtet seiner unbestreitbaren zahlreichen innen- und außenpolitischen Verdienste ist der Blick auf Nero seither immer eher kritisch gewesen. Seine gegensätzliche, schillernde und facettenreiche Persönlichkeit hat Historiker aller Epochen immer wieder aufs Neue polarisiert.

NERO RLMT Ausst. Nero 3.jpgDie Ausstellung „Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann“ im Rheinischen Landesmuseum Trier © GDKE - Rheinisches Landesmuseum Trier, Th. Zühmer.

Die Ausstellung „Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann“ im Rheinischen Landesmuseum Trier © GDKE – Rheinisches Landesmuseum Trier, Th. Zühmer.

Welcher andere Ort als die römische Stadtgründung Trier könnte besser für eine Nero-Ausstellung geeignet sein?

Genau dieser Vielschichtigkeit des unter seinem einprägsamen ersten Vornamen berühmt gewordenen römischen Imperators wird die kürzlich angelaufene große Sonderausstellung über Nero in drei renommierten Häusern in der alten Kaiserstadt Trier gerecht. Seit dem 14.5.2016 und noch bis zum 16.10.2016 können sich geschichtlich interessierte Besucher über Leben, Werk und Tod des vermutlich gemeinsam mit Julius Cäsar bekanntesten römischen Herrschers detailliert und umfangreich informieren. Aufgrund der didaktisch gelungenen thematischen Aufteilung der Ausstellung werden auch bislang unbekannte und wenig beleuchtete Einzelheiten über Neros Wirken und Schaffen verständlich erklärt. Die Wahl der drei Museen gefällt dabei umso mehr, als diese nah beieinander und fußläufig voneinander entfernt liegen und somit gut nacheinander aufgesucht werden können. Als empfehlenswertes Angebot für Besucher gibt es auch die „Nero Antikencard Basic“ oder „Premium“, mit welcher man zwei bzw. vier Römerbauten der Stadt und die Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum sowie die Klause Kastel und die Villa Otrang besuchen kann. Die Card bieten darüber hinaus ermäßigten Eintritt in die Ausstellungen im Museum am Dom und im Stadtmuseum Simeonstift und gewährt 10 Prozent Rabatt auf die Toga- und Erlebnisführungen der Tourist-Information Trier. Die Größe und Wichtigkeit dieser Ausstellung wird deutlich, wenn man sich die enorme Berichterstattung aller großen Zeitungen und sogar der Tagesschau mit eigenem Beitrag ansieht.

Der Imperator wurde von den Massen erst heiß und innig geliebt und dann abgrundtief gehasst

Das Herzstück der Nero Austellung in Trier ist sicherlich diejenige im Rheinischen Landesmuseum, welche mit dem prägnanten Titel „Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann“ neben den ereignisreichen letzten Regierungsjahren des schon zu Lebzeiten umstrittenen Herrschers auch den Beginn seiner Karriere ausführlich behandelt. Dabei wird deutlich, dass Nero bei Weitem nicht nur handelndes Subjekt, sondern auch stark manipuliertes Objekt der Machtbestrebungen seiner Mutter Agrippina war, die sogar Mord in Kauf nahm, um ihrem Sohn den Thron zu sichern. Schlüssig lässt sich auch Neros Weg vom, beim Volk beliebten zum allseits verhassten Kaiser nachverfolgen, dessen ehrgeizige Pläne zur fast schon modernen Umgestaltung Roms nur auf sehr wenig Verständnis seiner diesbezüglich ausgesprochen ignoranten und konservativen Zeitgenossen stießen. Die chronologisch gegliederte Schau begeistert dabei mit gekonnt arrangierten und teils äußerst seltenen über 400 Exponaten sowohl zum politischen als auch privaten Leben Neros, der sich stets eher als Künstler denn als Kaiser eines Weltreichs sah. Passend zum Ausstellungsort werden auch die Auswirkungen seines Suizids in der damals römischen Provinz Trier erläutert.

Ohne Neros Befehle zur restlosen Ausrottung würde das Christentum heute über bedeutend weniger Märtyrer verfügen

Der Schwerpunkt der Ausstellung „Nero und die Christen“ im altehrwürdigen Museum am Dom Trier wiederum ist die bereits weiter oben erwähnte, nach dem folgenreichen Brand Roms beginnende systematische und anhaltende Christenverfolgung. Hierbei wird anhand von vielen Beispielen gezeigt, warum ausgerechnet die schon vorher bei den römischen Behörden misstrauisch beäugte, aber recht kleine jüdische Sekte als „Sündenbock“ für den Brand der Hauptstadt des Reichs herhalten musste. Interessant zu erfahren ist etwa, dass die grausame Behandlung der Christen und ihr massenhafter Tod auf den Scheiterhaufen sowie in den Arenen keineswegs bei allen Bürgern dafür sorgte, von den hartnäckigen Gerüchten über den angeblichen „Brandstifter“ Nero abzulenken. Vielmehr wurde die Christenverfolgung schon von zeitgenössischen Beobachtern ablehnend kommentiert, viele Römer empfanden auch Mitleid mit den so unerbittlich Verfolgten. Unzweifelhaft war die blutige Jagd auf die neue Glaubensrichtung aber eine „Errungenschaft“ Neros, die seinen Tod auch überdauerte. In der Ausstellung wird auch die römische Götterwelt mit dem christlichen Glauben verglichen, sehenswert sind die vielen archäologischen Objekte und die Darstellungen christlicher Märtyrer aus diversen Sammlungen im In- und Ausland.

NERO Lorbeerkranz REM.jpgAntiker Lorbeerkranz aus Gold, 4./3. Jh. v. Chr., © Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Foto: Carolin Breckle.

Antiker Lorbeerkranz aus Gold, 4./3. Jh. v. Chr., © Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, Foto: Carolin Breckle.

Die vermeintlich beispiellose Grausamkeit des umstrittenen Kaisers war ein Glücksfall für die europäische Kunstgeschichte

Der vielseitigen und unterschiedlichen Rezeption der öffentlichen und privaten Person Nero in späteren Epochen widmet sich schließlich die Ausstellung „Lust und Verbrechen: Der Mythos Nero in der Kunst“ im Stadtmuseum Simeonstift Trier. Im Mittelpunkt stehen berühmte Abbildungen des Kaisers und Gemälde von Szenen aus seinem bewegten Leben, die auch Jahrhunderte nach seinem Ableben immer wieder Künstler zu mehr oder weniger gelungenen Werken inspirierten. Speziell Neros vermeintlich über alle Maße ausgeprägte Grausamkeit und Blutrünstigkeit wurde von Malern häufig dargestellt. So soll er seine Mutter nach deren von ihm angeordneten Tod eigenhändig seziert, seine erste Frau Octavia ermorden lassen und seiner schwangeren zweiten Frau Poppaea mit aller Gewalt in den Unterleib getreten haben. Ebenso den kreativen Ehrgeiz und die Fantasie vieler Künstler seit dem Mittelalter beflügelt haben die nicht erwiesene Vergiftung seines Stiefbruder Britannicus und der erzwungene Suizid des Philosophen Seneca, der den jungen Nero über Jahre lang auf die Thronfolge geistig vorbereitet hatte. Im Stadtmuseum Simeonstift Trier kann diese umfangreiche Bildtradition und ihre Entstehungsgeschichte zu den tatsächlichen und vermeintlichen Verbrechen Neros erstmalig in Deutschland anhand von zahlreichen Fotografien, Filmen, Gemälden, Grafiken und Theaterausstattungen an einem Ort konzentriert begutachtet werden.
Bildquellen:
Rheinisches Landesmuseum Trier: www.nero-ausstellung.de
NERO Agrippina minor NY Carlsberg Gl..jpg: Portrait der Agrippina minor, 49-54 n. Chr., © Ny Carlsberg Glyptotek, Copenhagen, Ole Haupt.

Sensationeller Fund: Römisches Gräberfeld in Trier entdeckt

Bei den Ausgrabungsarbeiten für die Erweiterung der Schleuse ist ein Römisches Gräberfeld in Trier entdeckt worden.

Eigentlich soll an der Stelle Nahe der Mosel ein Altarmsee zur Erweiterung der Schleuse angelegt werden, doch was nun bei den Grabungen zum Vorschein kam dürfte die Herzen der Archäologen höher schlagen lassen: Rund 130 Gräber mitsamt Beigaben wurden auf dem römischen Gräberfeld in Trier gefunden. Das freigelegte Gräberfeld soll über einen Zeitraum von 300-400 Jahren und zwar von ca. 30 v.Chr. bis 350 n.Chr. genutzt worden sein, was eine besonders lange Zeit für eine solche Gräberstätte ist.

Am Mittwoch wurde erstmals ein rund 2 Tonnen schwerer Sarkophag geöffnet. Neben dem Skelett seien dort auch Reste von Glasgefäßen gefunden worden. An den gefundenden Glasresten lasse sich die Entwicklung der Bevölkerung erkennen, die von Zeit zu Zeit immer römischer wurde. Legte man anfangs noch handegformte Schüsseln und keltische Eisenschwerter bei, waren es später römische Amphoren, Öllämpchen und Gefäße. Bescheidene Glasgefäße deuten dagegen auf die Spätzeit hin. Fraglich ist jedoch noch die Herkunft der Leute, die auf dem Gräberfeld noch teilweise vor Gründung der Stadt Trier (16 v. Chr.) begraben wurden. Man vermutet, dass sie von einem nahegelegenen Gehöft stammen.

Bereits vor einigen Jahren waren auf dem Gebiet vereinzelte Scherben aus römischer Zeit gefunden worden. In Vorbereitung auf die Ausgrabungen des Altarmsees war die Fläche bereits im Jahr 2012 archäologisch untersucht worden. Dass man nun jedoch ein solch großes und rätselhaftes römisches Gräberfeld in Trier freilegt, damit hat niemand gerechnet. Die archäologischen Arbeiten sollen noch bis November andauern und dann im nächsten Jahr fortgeführt werden.

Das Rheinische Landesmuseum Trier

Schätze der Antike für kleine und große Römerfans

Rheinisches Landesmuseum Trier

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Das Rheinische Landesmuseum Trier zeigt die wechselvolle und spannende Vergangenheit der bekannten Stadt, die in der Antike sogar einmal Hauptstadt des römischen Reiches und Kaiserresidenz war und ist ein absolutes Muss für alle Römerfans der Region.

© Rheinisches Landesmuseum Trier, Foto: Th. Zühmer

 

Das Landesmuseum Trier ist eines der bedeutendsten archäologischen Museen in Deutschland. Es bietet auf über 3.500 Quadratmetern einen Rundgang von der Steinzeit bis zur Römerstadt und von den Franken bis zum letzten Kurfürsten. Herzstück sind dabei natürlich die neun großen Ausstellungssäle zur Geschichte der Römerzeit. Viele Superlative gibt es im Landesmuseum zu bestaunen, zum Beispiel den größten römischen Goldschatz, die meisten antiken Mosaiken nördlich der Alpen, weltbekannte Steindenkmäler mit Szenen aus dem damaligen Alltagsleben und einzigartige Zeugnisse aus der spätrömischen Kaiserstadt.

 

Mit über 12.000 gezeigten Stücken ist das Münzkabinett eines der Highlights des Museums. In ihm ist eine besondere Kostbarkeit des Museums zu sehen: Der Trierer Goldschatz. Bei den über 2.500 kaiserzeitlichen Goldmünzen handelt es sich um den bei weitem größten jemals gefundenen römischen Münzschatz.

 

Das in den Jahren 2009 und 2011 komplett neu eröffnetes Museum sorgt mit moderner Einrichtung und aktuellen Medienstationen dafür, dass der Besuch für die ganze Familie zu einem Erlebnis wird. Eine Hörführung ist im Eintritt inbegriffen. Die Audioguides machen den Besuch für die ganze Familie noch spannender, denn die Hörführungen gibt es auch extra für Kinder – also auf zur gemeinsamen Museumsentdeckung!

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 17.00 h
Montag geschlossen

 

Adresse:

Rheinisches Landesmuseum Trier
Weimarer Allee 1, 54290 Trier
Tel. 0651-97740

 

Tipp:

Täglich außer montags um 11.30, 14 und 17 Uhr wird die faszinierende Multimedia-Show „Im Reich der Schatten“ inmitten riesiger römischer Grabmonumente vorgeführt. Zu empfehlen für Familien mit Kindern über 6 Jahren. Vergünstigte Familieneintritte vorhanden!

 

 

 

Hintergrund: Antikes Trier

Bereits im Jahre 17 v. Chr. ließ der römische Kaiser Augustus an einem wichtigen Übergang über die Mosel die Stadt „Augusta Treverorum“ gründen. Trier ist damit die älteste Stadt Deutschlands. Sie erlebte in der Spätantike als Kaiserstadt den glanzvollen Aufstieg zur „Roma Secunda“ – dem „Zweiten Rom“. Kaiser Konstantin, der im Jahre 306 den Thron bestieg und als erster christlicher Kaiser in die Weltgeschichte einging, residierte in Trier. Mit 70.000 Einwohnern zählte Trier im 4. Jh. n. Chr. zu den fünf größten Städten der bekannten Welt.

Wer heute Trier besucht, wird den Zeugnissen der Antike auf Schritt und Tritt begegnen. Nirgendwo sonst in Deutschland ist die Römerzeit so authentisch zu erfahren. Antike Bauten wie Porta Nigra, Amphitheater, Kaiserthermen und Konstantinsbasilika gehören zu den Welterbestätten der UNESCO und sind heute noch zu besichtigen.

Hier erfahren Sie mehr zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten!


Informationen zum Rheinischen Landesmuseum Trier

Rheinisches Landesmuseum Trier – Angebote 2011, Daten und Preise

Rheinisches Landesmuseum Trier

Öffnungszeiten:

 

Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 (Gruppen nach Voranmeldung Di-Fr ab 9.30 h)

 

Eintrittspreise:

 

Erwachsene 6,00 €

© Rheinisches Landesmuseum Trier, Foto: Th. Zühmer

Ermäßigte 4,00 €
Familienkarte I 6,00 €
(1 Erwachsener und bis zu 4 Kinder bis einschl. 18 Jahre)
Familienkarte II 6,00 €
(2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis einschl. 18 Jahre)
Gruppen ab10 Pers 4,00 €
Schüler 1,00 €
(im Klassenverband)

 

 

 

Audioguide (D, E, F, NL, Kinderhörführung) im Eintrittspreis inbegriffen solange verfügbar (Schulklassen im Klassenverband 1 € p.P., keine Reservierung möglich).
Gruppenführungen zu buchen bei der Tourist-Information Trier, An der Porta Nigra, 54290 Trier Fax 0651-97808-59.
Es stehen verschiedene Angebote und Themenführungen für Kinder und Jugendliche zur Verfügung.

Im Reich der Schatten

Tägliche Vorführungen für Einzelgäste:
Dienstag – Sonntag um 11.30 Uhr, 14 Uhr

Für Schulklassen (empfohlen ab 5. Klasse) und Gruppen können nach Buchung Dienstag – Freitag um 08.45 Uhr sowie Di-So um 17 Uhr weitere Vorstellungen stattfinden.

 

Eintrittspreise:

Erwachsene 8,50 €
Ermäßigte 6,50 €
Familienkarte I 8,50 €
(1 Erwachsener und bis zu 4 Kinder bis einschl. 18 Jahre)
Familienkarte II 16,50 €
(2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder bis einschl. 18 Jahre)
Gruppen ab10 Pers 6,50 €
Schüler 3,50 €
(im Klassenverband)

 

Vergünstigte Kombikarten für den gleichzeitigen Besuch des gesamten Museums erhältlich.

 

Tickets im Vorverkauf sind – auch für Gruppen und Schulklassen – und an den Vorverkaufsstellen von „Ticket regional“  erhältlich; Tageskasse an der Museumskasse des Landesmuseums. Reservierungen für Gruppen und Schulklassen auch über die Tourist-Information Trier, Tel. 0651/97808-17/-18 oder -19.

Buchung der Termine für Gruppen um 8.45 h  und 17 h über die Tourist-Information Trier

Sondervorstellungen für Gruppen außerhalb der Öffnungszeiten zu Wunschterminen sind möglich und über die Tourist-Information Trier buchbar. Preis: 9 € p.P., ab 25 Personen.

Hier gibt es weitere Informationen!

Armut – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft

Ausstellung im Stadtmuseum Simeonstift und im Rheinischen Landesmuseum Trier

Armut Ausstellung Trier

© Succession Picasso – VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Seit dem 10. April 2011 läuft die Sonderausstellung “Armut – Perspektiven in Kunst und Gesellschaft“  im Stadtmuseum Simeonstift und im Rheinischen Landesmuseum.

Die Ausstellung widmet sich dem seit Beginn der Menschheit fortwährenden und immer noch hochbrisantem Thema Armut. Im Mittelpunkt steht hierbei Armut als Motiv der Kunst und als Phänomen der Gesellschaft. Durch Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Fotografien erhält der Besucher Einblicke und Auskünfte über die verschiedenen Ansichten von Armut in Europa.

Insgesamt gibt es rund 250 Exponate auf 1000m² zu besichtigen. Die Hauptausstellung im Stadtmuseum Simeonstift zeigt 170 Ausstellungsstücke vom Mittelalter bis zur Gegenwart, und wird von der Ausstellung im rheinischen Landesmuseum durch Exponate aus der Antike ergänzt.

Die Besonderheit ist die Struktur der Ausstellung: Sie ist nicht chronologisch geordnet, sondern vielmehr nach fünf Hauptperspektiven, aus denen Armut betrachten kann: Dokument, Appell, Ideal, Stigma und Reform. Außen vor genommen ist hierbei die Antike, die eine Sonderstellung einnimmt.

Die von Stephan Seiler koordinierte Ausstellung wurde betreut von den Althistorikern Elisabeth Hermann Schütze und Christoph Schäfer. Gestaltet wurde sie von Architekturstudenten der Trierer Fachhochschule.

Noch bis zum 31.07. kann die Ausstellung besucht werden.

Öffnungszeiten:

Stadtmuseum Simeonstift:

Dienstag – Sonntag
10 – 18 Uhr

Adresse:

Stadtmuseum Simeonstift Trier
Simeonstr. 60, neben der Porta Nigra
54290 Trier

Rheinisches Landesmuesum

Dienstag – Sonntag
10 – 17 Uhr

Adresse:

Rheinisches Landesmuseum Trier
Weimarer Allee 1 · 54290 Trier

Preise:

Ausstellung Stadtmuseum

Erwachsene 5,00 €

ermäßigt 3,60 €

Gruppen ab 10 Personen p.P. 3,60 €

Familien (2 Erwachsene u. Kinder bis 10 J.) 8,00 €

Freier Eintritt:

Schüler im Klassenverband

Kinder bis 10 Jahre

jeden ersten Sonntag im Monat (1. Mai, 5. Juni, 3. Juli)
15. Mai (Internationaler Museumstag)

Freier Eintritt zu Führungen im Rahmen der Zentralen Veranstaltungsreihe:

26. April, 20 Uhr / 10. Mai, 20 Uhr / 24. Mai, 20 Uhr / 28. Juni, 20 Uhr /

12. Juli, 20 Uhr (siehe: Begleitprogramm)

Kombiticket mit Landesmuseum

Erwachsene 9,00 €

ermäßigt 7,00 €

Gruppen ab 10 Personen p.P. 7,00 €

Familien (2 Erw. u. Kinder bis 10 J.) 18,00 €

Schüler im Klassenverband p.P. 1,00 €

Freier Eintritt:

Kinder bis 5 Jahre
Sonntag, 15. Mai (Internationaler Museumstag)

Freier Eintritt zu Führungen im Rahmen der Zentralen Veranstaltungsreihe:

14. April, 18:30 Uhr / 19. Mai, 18:30 Uhr / 22. Juni, 18:30Uhr

(Änderungen vorbehalten)

Museum am Dom

Trierer Dom

Trierer Dom

Im Museum am Dom werden vor allem Werke aus christlicher Religionsgeschichte und religiöser Kunstauffassung ausgestellt. Diese stammen vor allem aus dem Besitz des Bistum Triers. Wer den klerikalen Kunstgeschmack des Trierer Klerus kennenlernen möchte, für den ist das Museum am Dom der geeignete Ort dafür.

Spielzeugmuseum Trier

Spielzeug Museum Trier

Spielzeug Museum Trier

Das Spielzeugmuseum lädt jeden Besucher in seine eigene Vergangenheit ein. Wenn man die ausgestellten Spielzeuge betrachtet, wird man vermutlich automatisch in seine eigene Kindheit zurückversetzt. Das Spielzeugmuseum kann zum Spaß für die ganze Familie werden.

Kontakt Spielzeugmuseum


Trierer Spielzeugmuseum e.V.
Dietrichstrasse 51
D-54290 Trier
Tel.: +49 (0) 651 / 7 58 50
Fax: +49 (0) 651 / 994 38 75

Rheinisches Landesmuseum

 

Über das Rheinische Landesmuseum

Das Rheinische Landesmuseum wird als eines der wichtigsten archäologischen Museen in Deutschland aufgefasst. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Gegenständen aus der römischen Antike. Auf diesem Gebiet kann das Rheinische Landesmuseum als federführend bezeichnet werden. Für diejenigen, die den Besuch in der ältesten Stadt Deutschlands, mit einem informativen Besuch über römische Geschichte verfeinern möchten, ist das Landesmuseum sicher geeignet. Es gibt einige interessante Ausstellungsstücke zu bewundern.

Führungen:

„Römische Antike im Landesmuseum“

Erfahren Sie mehr über die Gründung von Augusta Treverorum, archäologische Schätze der Antike, Grabdenkmäler, Mosaike und vieles mehr.

„Von der Steinzeit bis zum Kurfürsten – 200.000 Jahre Geschichte „

Erfahren Sie alles über die Region: Von der Steinzeit bis zu den letzten Kurfürsten erhalten Sie umfassende Informationen über die Region Trier. Hierbei können Sie selbst die Themenschwerpunkte bestimmen.

Kontakt/Buchung

Tourist-Information Trier, An der Porta Nigra, 54290 Trier
Telefon 0651 / 97808-20 oder -21, Telefax 0651 / 97808-59



Städtisches Museum Simeonstift

Innenhof Simeonstift

Innenhof Simeonstift

Das Museum Simeonstift grenzt an die Porta Nigra an und liegt wie der Name schon sagt in den alten Gebäuden des ehemaligen Simeonstifts. Im Großen und Ganzen umfassen die ausgestellten Gegenstände eine Zeitspanne von 2000 Jahren. Besonderes Augenmerk liegt auf der Zeitepoche zwischen der frühen Neuzeit und des 20. Jahrhunderts. Auf jeden Fall gibt es einiges im Stadtmuseum Simeonstift zu entdecken.

Kontakt Stadtmuseum Simeonstift

Stadtmuseum Simeonstift Trier
Simeonstr. 60, neben der Porta Nigra
54290 Trier