Casino am Kornmarkt wird geschlossen

 

Das Casino am Kornmarkt wird im kommenden Jahr 2012 geschlossen. Das Projekt, das vor ungefähr einem Jahr begonnen hat, konnte sich in Trier nicht durchsetzen. Die Künstler, von denen die meisten zu den besten in ihrer Disziplin gehörten, spielten nicht selten vor einem Publikum, das man beinahe an einer Hand abzählen konnte. Ingo Popp und Simon Haag mussten einsehen, dass Trier nicht bereit ist für ein solches Projekt.

 

Der Saal am Kornmarkt hat seine nächsten Opfer gefunden. Simon Haag und Ingo Popp, die gemeinsam das Casino am Kornmarkt in Trier betrieben haben, werden dieses im März 2012 aufgrund mangelnder Nachfrage schließen.
Im Herbst 2010 war das Vorgängerprojekt „Chat Noir“ gescheitert. Den Betreibern sagte man seltsam verschleierte Geschäfte nach. Es fehlte dem Geschäftskonzept, das von den damaligen Betreibern zu Grunde gelegt wurde deutlich an Seriosität. Die Schließung des Chat Noir folgte die neue Eröffnung des Saals am Kornmarkt unter dem Namen Casino am Kornmarkt. Ingo Popp und Simon Haag wollten die Lokalität zu einem Tempel angesehener Kultur machen. Ihr Ziel war die Integration von anspruchsvollem kulturellem Programm in der ältesten Stadt Deutschlands. Ingo Popp, Geschäftsführer einer Konzertagentur, war für die Zusammenstellung des Programms zuständig. Sein Partner Simon Haag, Hotelier und Koch, sorgte für die kulinarischen Momente im Casino am Kornmarkt. Schon bei der Eröffnung stellten die beiden neuen Verantwortlichen des Casinos am Kornmarkt klar, dass sie das ganze erst einmal als Experiment mit Aussicht auf Erfolg einstufen würden. Natürlich hofften beide, dass sich das Konzept der anspruchsvollen Kultur durchsetzen kann. Dennoch versicherten sie, dass sie das Projekt beenden werden, wenn es keinen Anklang in der Bevölkerung finden würde.
Das letzte Jahr hat gezeigt, dass die Trierer anscheinend nicht viel mit dem kulturellen Programm des Casinos am Kornmarkt anfangen konnten. Simon Haag und Ingo Popp werden ihre Idee im März 2012 zu den Akten legen und Platz für neue Konzepte machen. Ausschlaggebend waren einige Konzerte, die entweder nur vor einer Handvoll Zuschauer stattfanden oder gleich vorab gestrichen wurden, weil der Vorverkauf lahmte. Das Casino am Kornmarkt, das ungefähr für eine Zuschauerzahl von 200 ausgelegt ist, konnte diese niemals erreichen. Dies ist umso bedauerlicher, wenn man einen Blick auf das Programm wirft, das von Ingo Popp zusammengestellt worden ist. So gab unter anderem Newcomer Jonathan Jeremiah eines seiner fünf Deutschland Konzerte im Casino am Kornmarkt.
Alles in allem hat das Projekt zwar einigen Zuschauern sehr viel Spaß gebracht, denn beiden Geschäftsleuten jedoch nicht. Das Casino hat sich zu keiner Zeit selbst getragen.

 

Wie es mit der Lokalität weitergehen wird, ist noch völlig unklar. Es soll einige Interessenten geben, die bereit sein sollen, den Saal am Kornmarkt mit neuem Leben zu füllen. Haag und Popp sind sogar bereit, ihrem Nachfolger die neu eingebaute Licht- und Beschallungsanlage zu überlassen.
Man wird sehen, was sich im Jahr 2012 alles am Kornmarkt in Trier tut.

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