Neue Busverbindung von Trier nach Frankfurt

Erst am vergangenen Sonntag wurde Trier größtenteils durch die Deutsche Bahn vom Netz des Schienenfernverkehrs der Bundesrepublik Deutschland abgekoppelt. Nur drei Tage später gibt es in Bezug auf die Infrastruktur der alten Römerstadt wieder Positives zu berichten. Es wird voraussichtlich ab März des kommenden Jahres eine Busverbindung geben, die vom Hauptbahnhof in Luxembourg über den Trierer Hauptbahnhof bis zum Hauptbahnhof Frankfurt reicht. Auf diese Weise können die Menschen diesen Bus entweder dazu benutzen direkt zu ihrem Reiseziel zu gelangen oder einen Bahnhof zu erreichen, von dem sie mit dem Fernverkehr der Deutschen Bahn weiterreisen können.
Dieser Plan wird in Zusammenarbeit zweier Unternehmen in die Tat umgesetzt. Auf der einen Seite steht die Stadtwerke Trier, auf der anderen das Familienunternehmen Weber-Heinisch. Bereits letzte Woche wurde eine gemeinsame GmbH gegründet, die ihren Sitz in Trier hat. Geschäftsführer der neuen DeLux-Express GmbH sind Stadtwerke-Verkehrschef Frank Birkhäuer und Roland Heinisch vom Luxemburger Familienunternehmen Weber-Heinisch.

Details zur Busverbindung zwischen Trier und Frankfurt

Der Bus soll täglich acht mal in beide Richtungen unterwegs sein. Dies macht es auch so schwierig, einen geeigneten Fahrplan aufzustellen. Immerhin müssen 16 Fahrten pro Tag geregelt werden. Am Wochenende sollen nur je vier Busse in jede Richtung fahren. Die Busse halten unterwegs am Trierer Hauptbahnhof, in Birkenfeld/Neubrücke (nähe Fachhochschul-Umweltcampus) sowie in Kaiserslautern, Mainz und Flughafen Frankfurt. Auf diese Weise werden Hochschulstandorte intelligent miteinander verbunden. Der erste Bus soll in Trier täglich um fünf Uhr morgens starten. Der letzte Bus wird wahrscheinlich um 19 Uhr den Trierer Hauptbahnhof verlassen. Eine einfache Fahrt soll 22 Euro kosten, wenn man sein Ticket online bucht. Wer sich das eigene Ticket bei dem jeweiligen Busfahrer kaufen möchte, der muss fünf Euro mehr, also alles in allem 27 Euro pro Fahrt investieren. Zum Einsatz kommen moderne Reisebusse, die mit 40 Sitzplätzen ausgestattet sind. Dies ermöglicht allen Reisenden viel Beinfreiheit und macht die Fahrt bis nach Frankfurt sehr erträglich. Selbstverständlich sind die Busse klimatisiert, sodass weder Winter, noch Sommer ein Problem darstellen sollten. Hinzu kommt, dass es eine Bordtoilette geben wird und Steckdosen, damit die Fahrgäste unterwegs an elektronischen Geräten arbeiten können. Schließlich lassen sich auch Getränke an Bord erwerben.

Im Moment wird dieses Angebot wohl das einzige seiner Art bleiben. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Fernverbindungen mit dem Bus angeboten werden, wenn sich das Projekt als voller Erfolg erweist. Den Busunternehmen kommt entgegen, dass kürzlich ein Gesetz aus dem Jahre 1934 liberalisiert wurde, dass den Busbetrieb zugunsten des Schienenverkehrs begrenzte.
Einzig und alleine die Deutsche Bahn wird sich wohl nicht über das neue Engagement der Busunternehmen freuen. Letztlich könnte damit der Konkurrenzkampf um den Fernverkehr wieder neu ausbrechen.

Auf jeden Fall ist die neue Busverbindung, die im März 2012 kommen wird, sehr begrüßenswert. Obwohl der Bus einige Umwege nach Frankfurt nimmt, ist die Fahrtzeit von drei Stunden immer noch akzeptabel. Außerdem werden auch Städte wie Mainz und Kaiserslautern gut, schnell und bequem erreicht.

Kommentare (1)

  • Peter Möller

    Toll! Dachte ich, als ich zum ersten mal von der Busverbindung hörte! Doch die Ernüchterung kam, als ich die erste Buchung vornehmen wollte. Von Trier nach Frankfurt/Airport ging ja noch. Aber wenn man nach 18.30 in FFM landet, kommt man nicht mehr zurück, da der letzte Bus um 19.01 in FFM abfährt. Da mein Flieger erst um 20.50 wieder in FFm landet, muss ich nun doch wieder mit dem Auto fahren, da die Bahn um diese Zeit auch keine akzeptable Verbindung anbietet. Schade!

Schreibe einen Kommentar

Deine eMailadresse wird nicht veröffentlicht.