Harter Sparplan für das Bistum Trier

Auf einer heutigen Pressekonferenz haben Bischof Stephan Ackermann und der bischöfliche Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink ihre Sparpläne für das Bistum Trier vorgestellt. Dieses muss in den kommenden Jahren jährlich 40 Millionen Euro einsparen. Neben Kürzungen für die Erwachsenenverbände, werden auch verschiedene Dekanate zusammengelegt. Des Weiteren werden vereinzelt Stellen abgebaut werden müssen.

Es hat sich seit Jahren angedeutet: Das Bistum Trier muss in Zukunft 40 Millionen Euro jährlich einsparen. Die Bilanzen der letzten Jahren waren durchgängig negativ ausgefallen. Lediglich durch das Zurückgreifen auf Spareinlagen in Millionenhöhe hatten für einen ausgeglichenen Haushalt im Bistum Trier gesorgt. Selbstverständlich kann die Führung der Kirchengemeinde nicht dauerhaft die Spareinlagen in dieser Art und Weise aufbrauchen. Demnach sind Sparmaßnahmen unabdingbar. Bereits im Oktober 2010 wurde im Bistum Trier der Beschluss gefassen, jährlich 40 Millionen Euro dauerhaft einsapren zu wollen. Dies erfordert natürlich reichhaltige Umstrukturierungen. Wie diese in Zukunft aussehen werden, offenbarten heute der Bischof Stephan Ackermann und der bischöfliche Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink auf einer Pressekonferenz.

Die Katholische Akademie wird geschlossen

Zum Jahresende soll die Katholische Akademie geschlossen werden. Sie passe nach den Angaben von Stephan Ackermann nicht mehr in das Ausbildungskonzept des Bistum Triers. Das Robert-Schuman-Haus soll aber bestehen bleiben. Neben der Schließung der Katholischen Akademie sollen auch mehrere Dekanate zusammengelegt werden. Bereits in diesem Jahr sollen die Dekanate Gerolstein-Hillesheim und Daun und Karden-Markatal und Cochem-Zell fusioniert werden. Im nächsten Jahr folgt dann die Zusammenführung der Dekanate Saarbrücken und Sulzbach. Auf diese Weise sollen Verwaltungsgebühren eingespart werden.
Neben diesen Änderungen sollen auch einige Stellen im Bistum Trier abgebaut werden. Laut offiziellen Angaben sollen drei Stellen im Hochschulpastoral und eine Stelle in der Bücherei gestrichen werden. Dies ließe sich nicht vermeiden. Darüber hinaus kann es zu weiteren Stellenstreichungen im Kindergartenbetrieb und bei der Zeitschrift „Paulinus“ kommen. Dies sei aber im Moment nocht nicht geklärt.

Außerdem soll im Bischöflichen Generalvikariat eine neue Abteilung „Jugend“ gegründet werden. Durch diese Zentralisierung erhofft man sich eine bessere Kostennutzung im Bereich der Jugend im Bistum Trier.
Ein weiterer Eckpfeiler des neuen Sparprogramms soll die ehrenamtliche Arbeit darstellen. Diese müsse stärker gefördert werden, denn gerade durch ehrenamtliche Arbeit werde das Bistum Trier zukunftsfähig.

Das Land Rheinland-Pfalz erhöht die Zuschüsse

Neben den Ausgaben werden auch die Einnahmen optimiert werden. Das Land Rheinland-Pfalz hat angekündigt, dass man die Zuschüsse für das Bistum Trier erhöhen werde. Demnach wird das Land dem Bistum Trier in Zukunft 400.000 Euro mehr Geld bei der Ausbildung an der Theologischen Fakultät Trier zur Verfügung stellen.
All diese aufgeführten Maßnahmen sollen letztendlich zu einem Einsparergebnis von 40 Millionen Euro führen. Bereits Ende 2016 sollen ungefähr 30 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Bis jetzt noch offen sind die Einsparungen in Bezug auf den Kindergartenbetrieb und die Zeitschrift „Paulinus“.

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