Bistum Trier: Zahlreiche Akten vermutlich vernichtet!

Der Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche nimmt kein Ende. In dieser Woche wurde die Zusammenarbeit mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer beendet. Die Katholische Kirche gab an, dass das Vertrauen zwischen beiden Parteien dauerhaft beschädigt sei. Grund hierfür sind vermutlich die Thesen des Kriminologen, der davon ausgeht, dass die Katholische Kirche Akten bewusst vernichtet hat. Auch im Bistum Trier soll es solche Vorgänge gegeben haben.

Was haben Verfassungsschutz und Katholische Kirche gemeinsam? Richtig, in beiden Einrichtungen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit pikante Akten vernichtet worden. Der Missbrauchsskandal um die Katholische Kirche nimmt kein Ende. Nachdem die Katholische Kirche noch 2011 beteuert hatte, dass sie sich für eine lückenlose Aufklärung der Fälle einsetze, scheint sich dieses Vorhaben nun doch nicht zu bewahrheiten. In dieser Woche beendete die Katholische Kirche die Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Grund hierfür war angeblich ein Vertrauensbruch seitens des Instituts. Viel wahrscheinlicher ist aber die Tatsache, dass die Katholische Kirche die Vorwürfe des Leiters, Christian Pfeiffer, nicht mehr weiter hinnehmen wollte. Dieser hatte ausgesagt, dass die Katholische Kirche bewusst viele pikante Akten vernichtet hat. Auf diese Weise sollten die Verbrechen verschleiert werden. Damit steht die Katholische Kirche nun in guter Gesellschaft mit dem deutschen Verfassungsschutz.

Bitum Trier: Auch hier sollen Akten fehlen

Während das Bistum Trier feierlich die Vollständigkeit der Akten verspricht, haben Opfer in den letzten Jahren feststellen müssen, dass Versprechen Katholischer Einrichtungen so viel taugen, wie neue Eröffnungstermine am Berliner Flughafen, die von Klaus Wowereit lächelnd in die Kameras verkündet werden. So bekamen Opfer im Bistum Trier Akten, in denen Seiten fehlten. Diese sahen herausgerissen bzw. herausgeschnitten aus. Auch Thomas Schnitzler, Sprecher der Opferinitiative im Bistum Trier (missbit), hatte Einsicht in diese und weitere Akten: „Es sah aus, als seien Seiten herausgeschnitten worden“, vermutet Schnitzler.

Ein weiteres Opfer, das anonym bleiben möchte, hatte die Akte des Priesters, der es jahrelang missbraucht hatte, inoffiziell, mit Hilfe eines Kirchen-Insiders, eingesehen. Die letzte Eintragung: ein Urteil und der Hinweis, dass der Priester nicht mit Kindern arbeiten dürfe. „Danach nur noch leere Seiten“, sagt der Betroffene.

Damit gerät auch das Bistum Trier immer weiter in Erklärungsnot und spiegelt damit nur die Lage der gesamten Katholischen Kirche wieder. Gerade eine Institution wie die Katholische Kirche, die täglich von Respekt predigt, sollte auch sich selbst mit diesem Maßstab messen.

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