Das Bistum Trier muss in den kommenden Jahren sparen

Seit nunmehr vier Jahren in Folge können die Einnahmen die Ausgaben des Bistum Triers nicht decken. Die Folge sind Rückgriffe auf gebildete Rücklagen, damit sich das Bistum nicht verschuldet. Auch in diesem Jahr, das durch die Heilig-Rock-Wallfahrt besonders teuer werden wird, muss das Bistum Trier Geld aus den Sparrücklagen herausziehen. Ab dem kommenden Jahr soll deutlich gespart werden.

Das Bistum Trier schafft es nun schon seit einigen Jahren nicht mehr, die anfallenden Ausgaben mit den Einnahmen zu decken. Immer wieder greift man auf Spareinlagen zurück, damit sich die kirchliche Organisation nicht verschulden muss. Allerdings ist der Topf der gesparten finanziellen Mittel nicht unerschöpflich. Aus diesem Grund werden in den nächsten Jahren deutliche Sparmaßnahmen von Nöten sein. In diesem Jahr wird man auf jeden Fall noch mal auf das eingesparte Geld zurückgreifen. Immerhin steht mit der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 das Großereignis in der Region Trier an. Gerade für dieses Event möchte sich das Bistum Trier bestens vorbereiten, damit sich die erwarteten 500.000 Pilger an einer schönen Gemeinde erfreuen können. Zu diesem Zweck sollen allein Sachwerte in Höhe von 3,5 Millionen Euro erworben werden. Dennoch ist sich die Leitung des Bistum Triers darüber bewusst, dass man nicht in aller Herrgottsruhe immer wieder einen negativen Haushalt bewirtschaften kann. Aus diesem Grund soll es ab dem Jahr 2013 zu spürbaren Einsparungen kommen. Wie drastisch diese ausfallen sollen, ist noch nicht bekannt. Eines ist aber jetzt schon absehbar: Die Kirchengemeinden werden einen deutlichen Beitrag dazu leisten müssen, wieder einen ausgeglichenen Haushalt 2013 herzustellen. Der Generalvikar des Bistum Triers kündigte bereits an, dass die Einsparungen durchaus schmerzhaft sein können.
Vor allem die Personalkosten mit ungefähr 216 Millionen Euro jährlich sind für die finanzielle Belastung ausschlaggebend. Hinzu kommt, dass die höchste Einnahmequelle, die Kirchensteuer, langsam zurückgeht. Dies hat vor allem zwei Ursachen. Auf der einen Seite der demografische Wandel und auf der anderen Seite der Rückgang der Gläubigerzahlen. In den nächsten Jahren rechnet man im Bistum Trier mit weiteren Einbußen auf der Einnahmeseite.
Wie sich die Einsparungen ab dem Jahr 2013 bemerkbar machen werden, bleibt abzuwarten. Immerhin gehört das Bistum Trier zu einem der größten Dienstleister in der Region.
Trotz aller vielleicht trüben Aussichten, gilt es in diesem Jahr erst einmal die Heilig-Rock-Wallfahrt zu genießen.

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