Frauenrechtlerinnen kämpfen gegen neues Billig-Bordell in Trier

Die Rotlichtszene in Trier breitet sich weiter aus. In diesem Monat soll ein neues Billig-Bordell in der ältesten Stadt Deutschlands eröffnen, das dann zum ersten Mal sogenannten Flatratesex anbietet. Die Idee dahinter ist einfach: Freier zahlen eine Pauschale und dürfen dann mit so vielen Frauen Sex haben wie es ihnen beliebt und ihre Manneskraft es zulässt. Frauenrechtlerinnen halten dies für menschenunwürdig.

Das Rotlichtmilieu in Trier wächst weiter stark an. In diesem Monat soll in Trier ein neues Billig-Bordell eröffnen. Dieses soll sogenannten Flatratesex in der ältesten Stadt Deutschlands integrieren. Freier müssen bei diesem Angebot nur einmal Geld bezahlen und dürfen mit allen Frauen so oft sie wollen schlafen. Das neue Bordell ist ein Ableger des „Saarbrücker Poppstalls“. Vor allem Frauenrechtlerinnen sehen in dem neuen Modell des Flatratesex große Probleme. Sie halten diese Art von Prostitution für menschenunwürdig, da die Prostituierten selbst zu einer seelenlosen Ware degradiert werden könnten. Es droht in solchen Billig-Bordells die Ausnutzung der Frauen, die oft nicht freiwillig in das Rotlichtmilieu abgerutscht sind. Auch das Bistum ist kritisch: Die zunehmende Kommerzialisierung der Sexualität sei ein Krisensymptom der Gesellschaft, sagt der Trierer Monsignore Michael Kneib.

Das neue Billig-Bordell in Trier

Im „Saarbrücker Poppstall“ kosten Eintritt, Getränke und Sex mit möglichst vielen Frauen gerade einmal 99 Euro. Wenn man vor 18 Uhr zu Gast ist, zahlt man sogar nur 79 Euro. Die Hälfte dieses Geldes geht an die Frauen. Das Bordell hat bereits versucht, einen Ableger in Bad Kreuznach zu eröffnen. Dort griff die Stadt allerdings hart durch und verbot einen solchen Club. Ein solches Verbot kommt in Trier allerdings nicht in Betracht, denn in Trier-Nord, wo das neue Bordell entstehen soll, gibt es bereits mehrere solcher Etablissements, sodass der Stadt Trier die Hände gebunden sind. Der Oberbürgermeister Klaus Jensen hat bereits eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um den Flatratesex aus Trier fernzuhalten. Dies wird juristisch keine einfache Aufgabe.

Bordelle: Nachfrage regelt Angebot

Auch wenn sich immer alle sehr betroffen und empört zeigen, wenn es um neue Bordelle in Trier geht, muss eines festgehalten werden: Nachfrage regelt das Angebot. Anscheinend gibt es in Trier viele Menschen, die gerne auf solche Möglichkeiten zurückgreifen. Man sollte also alles in allem vorsichtig sein, welche Moralkeule geschwungen wird. Das Rotlichtmileu ist heutzutage nunmal eines der besten und vor allem stabilsten Geschäftsfelder in Deutschland, die es gibt.

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