Im Gedenken an die Deportation von Juden aus Trier und Luxembourg

Seit dem 16. Oktober findet in der Basilika Trier eine Ausstellung statt, die seine Besucher emotional tief bewegt. Die im zweiten Weltkrieg aus Luxembourg und Trier deportierten Juden sind das zentrale Thema dieser Erinnerungsstätte. Anlass dieser Ausstellung in der Basilika Trier ist der siebzigste Jahrestag. Am 16. Oktober 1941 wurden Juden aus Luxembourg und Trier in die gefürchteten Konzentrationslager deportiert. Diejenigen, die das Glück hatten, nicht in die Kz´s, wie die Konzentrationslager kurz genannt wurden, gebracht zu werden, der musste in Trier in einem kleinen jüdischen Getto leben. Dort lebten die Menschen zum Teil in menschenunwürdigen Behausungen und ertrugen Diskriminierung  und Beleidigung aller Art (lesen Sie hierzu mehr über die Judengasse in Trier).
Die Ausstellung in der Basilika Trier soll allen Besuchern noch einmal vor Augen halten, was da wirklich im zweiten Weltkrieg passiert ist. Das Unrecht, das oft so weit weg scheint, ist auch ein Teil der Geschichte in Trier.

In der Basilika Trier treffen die Menschen auf originale Briefe deportierter Juden aus Trier oder Luxembourg. Außerdem werden prägnante und bewegende Biografien vorgestellt. Darüber hinaus werden den Gästen der Ausstellung in der Basilika Trier Auszüge aus einem Interview mit einem der überlebenden Juden aus der Region präsentiert. Insgesamt kamen nur 15 der knapp 800 Juden nach dem zweiten Weltkrieg nach Trier und Luxembourg zurück. Die anderen waren im zweiten Weltkrieg entweder geflüchtet oder ermordet worden.

Des Weiteren stellt die Ausstellung in der Basilika Trier in anschaulicher Art und Weise dar, wie die Menschen in den oben bereits erwähnten Gettos leben mussten. Die Besucher können sich vom täglichen Kampf der jüdischen Bevölkerung  gegen den Hunger, die Krankheit und nicht zuletzt gegen andere Menschen ein eigenes schauerliches Bild machen.
Am 31. Oktober wird es einen speziellen Filmabend im Palais Waldersdorff  geben. In Verbindung mit der Ausstellung in der Basilika Trier wird der Film „Jakob der Lügner“ von Frank Beyer gezeigt. Diese Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung in der Basilika Trier

Oktober:
Montag-Samstag: 10-18 Uhr
Sonntag: 12-18 Uhr

November:
Dienstag-Samstag: 11-12 und 15-16 Uhr
Sonntag: 12-13 Uhr

 

Die Ausstellung in der Basilika Trier zur Deportationsgeschichte der Juden aus Trier und Luxembourg ist deshalb empfehlenswert, weil die Besucher in direkten Kontakt mit originalen Quellen kommen. Es ist kein Wissenschaftler dazwischen geschaltet, der die Quellen bereits ausgewertet hat. Dies ermöglicht einen lebensnahen Blick auf das Leben der Juden in Trier und Luxembourg.

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