Biene

Bienen Projekt der Uni Trier erhält Umweltpreis

Ministerin Höfken zeichnet die bundesweit einmalige Initiative aus

Bee.Ed – das Bienenprojekt der Universität Trier ist heute mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert. Er ging zu gleichen Teilen an drei Gewinner, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden. Den Umweltpreis erhielten außerdem CVJM Pfalz für das Umweltbildungsprogramm „Wir machen den Wald begreifbar“ und die Umweltabteilung der Kreisverwaltung Donnersbergkreis für die Idee des „Schülerumweltparlaments“.

„Umweltschutz braucht engagierte Menschen, Unternehmen und Initiativen. Die Preisträger des Umweltpreises zeigen eindrucksvoll, wie mit kreativen Ideen der Umweltschutzgedanke noch tiefer in der Gesellschaft verankert werden kann“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken bei der Vergabe.

Die ausgezeichneten Projekte seien vorbildliche Beiträge der Umweltbildung und Teilhabe am kommunalpolitischen Handeln.

Bildung durch die Bienen

Prof. Andrea Möller (Dritte von rechts) nimmt den Umweltpreis für BeeEd in Empfang. Foto: MUEEF

Prof. Andrea Möller
(Dritte von rechts)
nimmt den Umweltpreis
für BeeEd in Empfang.
Foto: MUEEF

Das von Prof. Dr. Andrea Möller an der Universität Trier entwickelte Projekt Bee.Ed, das „Bildung durch die Biene“ betreibe, sei bundesweit einmalig, sagte die Ministerin. „Bienen werden generationsübergreifend als konkretes Bildungsmittel aus der Natur für Bildungsziele nachhaltiger Entwicklung genutzt. Die Idee ist verblüffend einfach wie genial“, so Ulrike Höfken.

Bee.Ed“ steht für „Be(e) Educated, was so viel bedeutet wie „Sei gebildet durch die Biene“. Es ist aber auch eine Anspielung auf den „Bachelor of Education“ (BEd.), den Studienabschluss der künftigen Biologie-Lehrkräfte. Das Projekt fußt auf der Initiative einer Hochschulgruppe der Studierenden Ana Luckas und Sam Butterick zur Bienenhaltung an der Universität Trier.

Bildung und PR machen Klasse des Projektes aus

Bee.Ed schafft eine einzigartige Verbindung zwischen Bildungsangeboten für nachhaltige Entwicklung für Schülergruppen, Studierende, Lehrkräfte und Erzieher sowie biologiedidaktischer Forschung und Öffentlichkeitsarbeit. Schüler beschäftigen sich am Bee.Ed-Lehrbienenstand und im Trachtgarten in unterschiedlichen Lernmodulen mit Themen rund um die Honig- und Wildbiene.

Lehramtsstudierende betreuen die Schüler und sammeln so bereits in ihrer ersten Ausbildungsphase pädagogische Praxiserfahrung und werden für ihre wichtige Multiplikatorenrolle in der Umweltbildung sensibilisiert und ausgebildet. Die Studierenden entwickeln die didaktischen Materialien selbst, die wissenschaftlich auf ihre Lernwirksamkeit sowie ihre positive Einflussnahme, z. B. auf das Umweltinteresse und Umweltverhalten der Kinder und Jugendlichen, überprüft werden.

Fachdidaktische Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und Erzieher zum Thema Bienen in der Umweltbildung setzen den Gedanken der Unterstützung für BNE-Multiplikatoren auch nach der Ausbildung fort und stellen bedarfsspezifisches Unterrichtsmaterial zur Verfügung.

Kontakt:
Prof. Dr. Andrea Möller
Tel. 0651/201-4798
E-Mail: moeller@uni-trier.de

 

Bildquelle:

Notdienste, Notfallnummern und Ärztliche Notdienste in Trier

Notfallnummern und Ärztlicher Notdienst Trier

Die mit aktuell knapp 115.000 Einwohnern nach Mainz und Ludwigshafen drittgrößte Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz ist ein wichtiges medizinisches Oberzentrum sowohl für die Maximalversorgung als auch die spezialisierte ambulante Facharztversorgung für die umliegenden Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm sowie die benachbarten Verbandsgemeinden Römische Weinstraße, Ruwer, Konz und Trier-Land ein sogn. ärztlicher Notdienst. Zurzeit gibt es in Trier fünf städtische Krankenhäuser sowie eine private Augenklinik. Sämtliche städtische Krankenhäuser in Trier unterhalten auch ein umfangreiches Netz an Notdiensten und Einrichtungen für die Erste Hilfe und Notfallversorgung. Je nach genauem Wohnort in der Region Trier kann auch das Notfallzentrum des ca. 20 Kilometer entfernten Kreiskrankenhauses St. Franziskus in Saarburg in der Graf-Siegfried-Straße 115 in 54439 Saarburg die nächst gelegene Adresse sein.

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römische Lastschiffe: News aus Trier

Römische Lastschiffe: Bahnbrechende Entdeckungen aus Trier

Wissenschaftler der Universität und der Hochschule Trier testen einen originalgetreuen Nachbau

Neben dem Wagenrennen liefert die Seeschlacht die spektakulärsten Szenen der Neuverfilmung von Ben Hur. Sie führen einem Millionenpublikum beiläufig vor Augen, welche exzellenten Schiffsbauer die Römer waren. Römische Binnentransportschiffe wirken zwar weniger imposant als geruderte Kriegsschiffe, waren für die Infrastruktur und Logistik des Römischen Reiches aber von enormer Bedeutung. Die Professoren Christoph Schäfer von der Universität Trier und sein Kollege Karl Hofmann von Kapherr von der Hochschule Trier haben für diesen weit verbreiteten Schiffstyp bahnbrechende Erkenntnisse gewonnen.

Die Lastschiffe, sogenannte Prahme, waren einfach und doch so funktionell konstruiert, dass sie quer durch Europa auf Flüssen und Seen zum Einsatz kamen. Bis heute dienen sie Schiffbauern als Vorbild. Umso mehr überrascht, dass die Nachwelt nur wenig über die Prahme weiß. Wissenschaftler der Universität und der Hochschule haben nun mit einem originalgetreuen Nachbau bei Messfahrten auf der Mosel Daten gesammelt.

Viele offene Fragen und neue Erkenntnisse

Messinstrumente auf dem Boot. Foto: Uni Trier

Messinstrumente auf dem Boot. Foto: Uni Trier

 

Viele Fragen zu den Prahmen sind nach wie vor offen:

  • Wie wurden sie angetrieben?
  • Welche Geschwindigkeiten erreichten sie?
  • Wie viel Besatzung war erforderlich?
  • Wie hoch waren die Ladekapazitäten?
  • Auf welchen Gewässern konnten sie eingesetzt werden?

Zumindest in der letzten Frage sind der Althistoriker Christoph Schäfer und der Maschinenbauer Karl Hofmann von Kap-herr nach den Testfahrten einen bedeutenden Schritt weiter. Als erste Wissenschaftler haben sie einen Prahm unter Segel gesetzt.

„Mit Blick auf die Konstruktion des Schiffes war eher davon auszugehen, dass man es nicht segeln kann. Umso mehr hat uns überrascht, dass der Prahm sogar erstaunlich gute Segeleigenschaften zeigte. Daraus lässt sich zuverlässig ableiten, dass die Römer diesen Schiffstyp nicht nur durch Treideln oder Staken angetrieben haben, sondern auch durch Segeln. So konnte Fracht über Hunderte von Kilometern transportiert werden“, nennt Christoph Schäfer einen außergewöhnlichen Befund.

Verblüffend waren zudem die Geschwindigkeiten, die der zehn Meter lange Prahm-Nachbau auf der Mosel erreichte.

„5,7 Knoten bei halbem Wind sind ein sehr beachtlicher Wert“, erklärte Karl Hofmann von Kap-herr.

Studentenprojekt fördert neue Erkenntnisse zu Tage

Aufgabe von Studierenden des Maschinenbaus war es, zu klären, wie effektiv die drei Fortbewegungsarten Staken, Treideln und Segeln bei einem römischen Prahm eingesetzt werden konnten. Dafür haben sie Messeinrichtungen entwickelt, gefertigt und auf dem Schiff installiert. Das Instrumentarium ist so konzipiert, dass auch historisch unterschiedliche Rahmenbedingungen wie etwa die veränderte Fließgeschwindigkeit der Mosel ausgeklammert werden können. Besser als erwartet war nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch das Verhalten im Wasser. „Wir hatten vorsorglich Seitenschwimmer zur Stabilisierung des Bootes gebaut, die wir aber nach der ersten Versuchsfahrt wieder entfernen konnten, da keine Kentergefahr bestand“, berichtete Karl Hofmann von Kap-herr.

Erfolgreicher Segelversuch auf der Mosel. Foto: Ralf Kreutzfeld

Erfolgreicher Segelversuch auf der Mosel. Foto: Ralf Kreutzfeld

Die Messfahrten haben belegt, dass Prahme segeltüchtig waren und nicht nur von Treidlern an Land gezogen oder mit langen Bootsstangen angestoßen (gestakt) werden konnten. Die neuen Einblicke in Transportgeschwindigkeiten, Transportrhythmen und Frachtkapazitäten eröffnen den Historikern ein besseres Verständnis des Binnentransports, des  Handels sowie der Versorgung von Truppen und Bevölkerung. Im weit ausgedehnten Römischen Reich war eine funktionierende und optimierte Transportlogistik unabdingbar.

Auch die Forschungen zur regionalen Geschichte und zur Baugeschichte profitieren von den Studien mit dem Prahm-Nachbau. Sie könnten beispielsweise neue Erklärungen liefern, wie es den Römern gelang, immerhin rund 18.000 Tonnen Material für den Bau der Römerbrücke in Trier – heute UNESCO-Welterbe – zu bewegen.

 

Hintergrund:

Den 10 Meter langen und 1,70 Meter breiten Nachbau eines römischen Prahm haben Lehrer und Schüler der Berufsbildenden Schule Wittlich in einem Projekt im Maßstab 1:2 angefertigt. Vorbild ist ein hervorragend erhaltener Fund eines Wracks aus Bevaix am Lac de Neuchâtel. Im Oktober vergangenen Jahres übergab die Schule das auf den Namen Secundinia getaufte Schiff zu wissenschaftlichen Zwecken an die Universität Trier.

Treidelversuche auf der Mosel zwischen Trier und Konz. Foto: Hochschule Trier

Treidelversuche auf der Mosel zwischen Trier und Konz. Foto: Hochschule Trier

 

Die zuverlässige Erhebung und Auswertung von relevanten Messdaten zur Leistungsfähigkeit und zu den nautischen Eigenschaften des Prahms ist das Ergebnis einer interdisziplinären Kooperation der Alten Geschichte der Universität Trier mit der Fachrichtung Maschinenbau der Hochschule Trier. In das gemeinsame Projekt sind Studierende beider Hochschulen eng eingebunden. Für sie ist es eine hervorragende Gelegenheit, die im Studium erworbenen Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden und zu vertiefen.

Gefördert wird das Projekt durch die Nikolaus Koch Stiftung.

Kontakte:

Prof. Dr. Christoph Schäfer

Universität Trier, Fachbereich III, Alte Geschichte

Tel.: 0651-201 2435 oder -2437

E-Mail: christoph.schaefer@uni-trier.de

 

Prof. Dr.-Ing. Karl Hofmann-von Kap-herr

Hochschule Trier/Fachbereich Technik/Fachrichtung Maschinenbau

Tel. 0651/8103 – 426

E-Mail: hvk@hochschule-trier.de

Schuhe die das Herz begehrt

Trier und die Schuhe

Trier – die bedeutenste Stadt im Römischen reich, neben Rom selber. Denn hier stehen gewaltige römische Bauwerke wie die Kaiserthermen, die Römerbrücke oder die Porta Nigra. Augusta Treverorum, so nannte man die älteste Stadt Deutschlands zu Zeiten Kaiser Konstantins, war sogar zeitweise die Hauptstadt der Römer. Doch die Stadt hat auch für all jene etwas zu bieten, die sich nicht für die Antike begeistern können – aber dafür für Schuhe. Nicht umsonst nennt man Trier heute auch „Schuhstadt“. Doch wie kam der Name zustande? Wieso soll eine Römerstadt auch eine Schuhstadt sein? Diese und weitere Fragen klären wir heute.

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Die Judengasse in der Altstadt von Trier

Die Judengasse – Triers dunkle Vergangenheit

Die jüdische Gemeinde von Trier erlebte im Mittelalter glanzvolle Epochen und unvorstellbar grausame Zeiten. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Trier ist so beeindruckend, dass die Universität Trier inzwischen ein weltweit einmaliges Institut vorweisen kann: das „Arye-Maimon-Institut für die Geschichte der Juden“. Es beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung und Verfolgung der mitteleuropäischen jüdischen Gemeinden im Mittelalter.
In der verwinkelten Judengasse von Trier kann der Besucher zumindest optisch einen Eindruck davon bekommen, wie die Juden hier einst gelebt haben.

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Borussia Dortmund zu Gast in Moselstadion Trier

DFB-Pokal: Borussia Dortmund vs. Eintracht Trier

Unmittelbar vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison hat sich Borussia Dortmund in der ersten Runde des DFB-Pokals keine Blöße gegeben. Gegen Regionalligist Eintracht Trier zeigte das Team von Thomas Tuchel von Beginn an eine konzentrierte Vorstellung und siegte am Ende völlig verdient mit 3:0 (3:0). Dabei sorgte beim BVB-Anhang nicht zuletzt Neuzugang André Schürrle mit einer starken Leistung für Begeisterung. Mit Marc Bartra, Sebastian Rode und Ousmane Dembélé standen zudem gleich drei weitere Neuzugänge in der Startformation. Darüber hinaus dürfte sich Rechtsverteidiger Felix Passlack, der eine mehr als solide Vorstellung ablieferte, als ernstzunehmende Konkurrenz für Łukasz Piszczek erweisen. Insgesamt zeigte der runderneuerte BVB Fussball auf höchstem Niveau, auch wenn sich die Gegenwehr der Trierer in Grenzen hielt.

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Tagestour Saarburg mit dem größten innerstädtischen Wasserfall Europas und seiner wunderschönen Altstadt

„Trier erkunden“ Tour #3: Tagestour Trier und Umgebung

Tagestour mit Auto — Trier und Umgebung erkunden

In unserer neuen Rubrik „Trier erkunden“ stellen wir in verschiedenen interessanten Touren die Sehenswürdigkeiten und Kulturgüter der ältesten Stadt Deutschlands und der Umgebung vor. Kommen Sie mit uns auf die Reise in die Zeit der Römer und erkunden die Stadt und ihre Umgebung auf eigene Faust. Zu den einzelnen Stationen verlinken wir auf interessante Artikel auf trier.com, unter denen Sie sich bei Interesse weitere Infos einholen können! Viel Spaß auf der Trier Tour. Bitte folgen Sie mir…

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Innenstadt Trier Altstadt

Trier erkunden Tour #2: Altstadt

In unserer neuen Rubrik „Trier erkunden“ stellen wir in verschiedenen interessanten Touren die Sehenswürdigkeiten und Kulturgüter der ältesten Stadt Deutschlands vor. Kommen Sie mit uns auf die Reise in die Zeit der Römer und erkunden die Stadt und ihre Umgebung auf eigene Faust. Zu den einzelnen Stationen verlinken wir auf interessante Artikel auf trier.com, unter denen Sie sich bei Interesse weitere Infos einholen können! Viel Spaß auf der Trier Tour. Bitte folgen Sie mir…

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