Trier: Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende überfüllt

Die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Trier ist überfüllt. Immer mehr Menschen möchten in der ältesten Stadt Deutschlands Zuflucht suchen. Allerdings kann die Einrichtung die steigenden Zahlen der Asylbewerber kaum noch handhaben. In dieser Woche wurden neue Wohncontainer aufgestellt, damit die Menschen ein Dach über dem Kopf haben.

In vielen Regionen dieser Welt herrscht entweder große Armut oder Kriegszustand, manchmal sogar beides. Deswegen versuchen viele Menschen aus diesen Regionen Zuflucht in Deutschland, unter anderem auch in Trier, zu finden. In den letzten Jahren ist die Zahl der Asylbegehrenden in Trier deutlich angestiegen. Immer mehr Menschen kommen zur Aufnahmeeinrichtung in Trier, die aus diesem Grund derzeit „überfüllt“ ist. Die Kapazitäten, die der Einrichtung in Trier zur Verfügung stehen, sind längst ausgereizt. In dieser Woche mussten neue Wohncontainer aufgestellt werden, damit die Asylbegehrenden zumindest ein Dach über dem Kopf haben. Alleine in der Nacht auf Donnerstag sind 58 neue Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten und Armenhäusern dieser Welt in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (Afa) in Trier eingetroffen. In Trier sind die Asylbewerber in den Kasernen unweit des Verteilerkreises untergebracht.

650 von 760 Betten sind in Trier belegt

In Trier sind derzeit 650 von 760 Betten belegt. Augenscheinlich scheinen zumindest noch theoretisch 120 Betten zur freien Verfügung zu stehen. Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht, denn die Trierer Beamten möchten die verschiedenen Familien nicht einfach gemischt auf die einzelnen Betten verteilen. Immerhin sollen die Familien aus den unterschiedlichsten Ländern auch noch einen eigenen Rückzugsort haben.

Üblicherweise bleiben die Asylbegehrenden drei Monate in Trier, ehe sie auf die rheinland-pfälzischen Kommunen „verteilt“ werden. Um dem Platzproblem zu begegnen, wurde die Zeit zunächst auf acht und nun auf vier Wochen verkürzt.

Rheinland-Pfalz deutlich angenehmer als NRW

Auch wenn die Lage der Asylbegehrenden in Rheinland-Pfalz angespannt ist, haben sie es dennoch deutlich besser als die Asylbewerber in Nordrhein-Westfalen oder in Baden-Württemberg. Diese beiden Bundesländer müssen derzeit ehemalige Krankenhäuser oder Sporthallen umrüsten, um Asylbegehrende dort unterzubringen.

Von den Flüchtlingen, die derzeit in Trier sind, kommt ein großer Teil aus den von Armut betroffenen Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens: 106 sind mazedonisch, 97 serbisch, 39 bosnisch. Andere kommen aus Krisengebieten wie Syrien (95), Afghanistan (50) oder Pakistan (45).

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