Arbeitsmarkt Trier: Fachkräftemangel droht

In dieser Woche hat die Stadtverwaltung Trier zum ersten Mal die Arbeitslosenquoten für die einzelnen Stadtbezirke in Trier veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen große Unterschiede im Stadtbild. Allerdings droht, unabhängig von den Ortsbezirken, ein Fachkräftemangel in Trier. Der Deutschlandtrend scheint sich hier auch auf die Stadt Trier zu übertragen.

In dieser Woche hat die Stadtverwaltung Trier neue Informationen zum Arbeitsmarkt in der Stadt an der Mosel freigegeben. Zum ersten Mal wurde für jedenen einzelnen Ortsbezirk eine eigene Arbeitslosenquote aufgestellt. Das Ergebnis hält im Grunde kaum Überraschungen bereit, wenn man sich im Stadtbild Trier etwas auskennt. Während in Eitelsbach nur 1,2 Prozent der Menschen ohne Arbeit sind, beträgt dieser Wert unter anderem in Trier-West beinahe zehn Prozent. Die Trierer, die auf Jobsuche sind, möchten am liebsten im Einzelhandel tätig werden. Die meisten Arbeitslosen in Trier nennen den Beruf „Verkäuferin“ als Wunschziel der Beschäftigung. Im Jahr 2011 gaben pro Monat durchschnittlich 373 Mal arbeitslose Frauen und Männer diesen Wunschberuf bei der Arbeitsagentur an. Im Monatsdurchschnitt waren im vorigen Jahr 2910 Trierer arbeitslos, was einer Quote von 5,5 Prozent entspricht. An zweiter Stelle hat sich der Berufswunsch Reinigungskraft etabliert. Das Angebot des Arbeitsmarkts kann hier nicht mithalten. Zwar ist auch hier der Beruf der Verkäuferin am häufigsten nachgefragt, aber an zweiter Stelle kommt die Kategorie „Tourismus-, Hotel- und Gasstättenberufe“.

Umweltschutz und Mathematik werden kaum nachgefragt

Schlusslichter bei Nachfrage und Angebot: Berufe im Umweltschutz, im Bereich Mathematik, Biologie, Chemie und Physik, Architektur sowie Geistes- und Wirtschaftswissenschaften. Die neuen Informationen, die am Donnerstag im Steuerungsausschuss Trier vorgestellt worden sind, sollen den kommunalen Politikern dabei helfen, die Wirtschaftspolitik in Trier besser anpassen zu können. Hierfür dient auch die ortsbezogene Erhebung der Arbeitslosenzahlen. In vielen Branchen droht vor allem der Fachkräftemangel, dem dringend etwas entgegen gehalten werden muss.

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