Stadtrat Trier bekämpft jugendliche Trinker

Der Stadtrat Trier hat über mögliche Mittel diskutiert, die dabei helfen sollen, in Zukunft Vorkommnisse wie an Weiberdonnerstag zu verhindern. Die Stadtverwaltung soll nun prüfen, ob es möglich ist, Jugendlichen mit dem Entzug des Führerscheins zu drohen oder ihnen eine Sperre auszusprechen. Darüber hinaus soll ein Gesamtkonzept erarbeitet werden.

An Weiberdonnerstag herrschte auf dem Trierer Hauptmarkt Ausnahmezustand. Viele junge Menschen haben sich bis zur Sinnlosigkeit betrunken. Zahlreiche Sanitäter und ärztliche Helfer mussten immer wieder eingreifen, um die Betrunkenen zu versorgen. Über 20 Jungendliche mussten sogar mit zum Teil schweren Alkoholvergiftungen in die Krankenhäuser gebracht werden. Einige Tage ging sogar das Gerücht in Trier um, dass ein junges Mädchen auf dem Hauptmarkt gestorben sei. Dies hat sich doch letztlich als Ente herausgestellt. Trotzdem betonte Sozialdezernentin Angelika Birk noch einmal, dass es auch viel Glück gewesen sei, dass niemand verstorben ist. Letztlich haben die Vorkommnisse an Weiberdonnerstag zu einer ausgereiften Debatte über den Alkoholkonsum unter Jugendlichen geführt. Kürzlich hatte sich eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die ein Konzept erarbeiten sollte, wie man den Alkoholkonsum verringern kann. Welche Maßnahmen dort genau getroffen werden sollen, ist noch unklar. Fakt ist, dass der Stadtrat einem Antrag der CDU-Fraktion ohne Gegenstimmen zugestimmt hat.

Führerscheinentzug?

Bis jetzt ist nur bekannt, dass man seitens des Stadtrats plant, sinnlos betrunkenen Jugendlichen den Führerschein zu entziehen. Sollte der Betrunkene noch nicht über einen Führerschein verfügen, kann ihm auch eine Sperrzeit drohen, sodass er seine Fahrerlaubnis erst später machen kann. Auf diese Weise sollen die jungen Leute an empfindlichen Stellen getroffen werden. Allerdings muss die Stadtverwaltung noch prüfen, ob dieses Vorhaben aus rechtlicher Sicht überhaupt umzusetzen ist.
Die Stadt Trier könnte sich bei ihrem Vorhaben vor allem an dem Bundesland Baden-Württemberg orientieren. Dort wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen die sogenannte Gelbe Karte gezeigt. Wenn man oft durch übermäßigen Alkoholkonsum auffällt, wird dies der Führerscheinbehörde gemeldet. Diese verschickt dann eine Gelbe Karte an den jungen Erwachsenen. Diese warnt ihn vor, dass er bei dem nächsten Vergehen mit Sanktionen rechnen muss. Die Führerscheinbehörde ist ermächtigt, dem jungen Erwachsenen die Eignung, ein Auto zu führen, abzuerkennen.
Im Herbst werden die Daten in Baden-Württemberg ausgewertet. Erst dann wird sich zeigen, ob die neue Regelung in dem Bundesland Wirkung gezeigt hat.

Daneben muss abgewartet werden, welche weiteren Beschlüsse noch getroffen werden. Eines ist sicher: Die kommunale Politik in Trier ist sich einig, dass man den Alkoholkonsum unter den Jugendlichen eindämmen muss. Damit kommen schwerere Zeiten auf Alkoholsünder zu.

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