Der Weiberdonnerstag 2012 zieht weiter seine Kreise

Aufgrund der Alkoholexzesse vieler Jugendlicher an Weiberdonnerstag ist die kommunale Politik auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen, um die Ausschreitungen in Zukunft mindern zu können. Viele Jungpolitiker fordern von der Stadt Trier eine bessere Aufklärung der Jugendlichen. Ein generelles Alkoholverbot helfe auf Dauer nicht, vielmehr braucht die Jugend eine gesündere Einstellung zum Thema Alkohol.

Die Jungpolitiker in Trier fordern die Stadt auf, bessere Aufklärungsveranstaltungen zum Thema Alkohol in Trierer Schulen zu organisieren. Sie sehen in diesem Weg die einzige Möglichkeit, Ausschreitungen, wie sie am Weiberdonnerstag 2012 auf dem Hauptmarkt stattgefunden haben, in Zukunft zu verhindern. Ein generelles Alkoholverbot halten sie für wenig sinnvoll, denn nicht die Veranstaltung als solche sei das Problem, sondern die Einstellung vieler Jugendlicher zum Thema Alkohol. Auch wenn dieser Umstand beinahe aus dem öffentlichen Leben verschwunden ist, bleibt Alkohol immer noch ein Genussmittel, das Personen abhängig machen kann.
Die Jungpolitiker der Jungen Union und der Jungen Liberalen schlagen daher vor, im Zeitraum unmittelbar vor Fastnacht Veranstaltungen in Schulen abzuhalten, um die dortigen Schüler aufzuklären. Sie sehen hier einen großen Verantwortungsbereich der Stadt Trier.

Reicht reine Aufklärung aus?

Fraglich ist allerdings, ob dieses Konzept wirklich praxistauglich ist. Alkohol ist längst zu einer Modeerscheinung bei jungen Menschen geworden. Es geht einzig darum, diesen zu konsumieren, um cool zu sein. Ein wenig Aufklärung vor Fastnacht wird an dieser Einstellung wahrscheinlich nichts ändern. Getrunken wird, weil es weite Teile der Jugendlichen „Bombe“ finden, wenn sie „rack“ sind. Irgendwie scheint dies fast so etwas, wie der Zeitgeist der heutigen Jugend zu sein. Wer glaubt, dass dieses Phänomen nur bei Kindern der so genannten „Unterschicht“ ein Problem darstellt, der täuscht sich gewaltig. Dort mag es vielleicht weiter verbreitet sein, das Problem als solches macht aber vor einem soliden Elternhaus keinen Halt.

Verbesserungen für Weiberdonnerstag 2013

Wenn man wirklich effektive und kurzfristige Verbesserungen für Weiberdonnerstag erreichen will, sollte man zunächst daran denken, den Austragungsort zu wechseln. Es muss ja nicht direkt auf dem Hauptmarkt gebrochen und uriniert werden. Es gibt sicherlich Orte, an denen solches Verhalten weniger belastend für Mitmenschen ist. Gerade die Ladenbesitzer, die jedes Jahr an Weiberdonnerstag um ihr Geschäft fürchten müssen, werden zustimmen. Auch ist nicht ersichtlich, warum die Festlichkeiten auf dem Hauptmarkt stattfinden müssen. Ein Bezug zwischen Feier und Veranstaltungsort kann man nun wirklich nicht erkennen. Darüber hinaus sollte darüber nachgedacht werden, den Alkoholverkauf einzustellen. Ausschließlich Softdrinks sollte an den Ständen verkauft werden.  Dazu sollte man das Mitbringen von eigenen Getränken nicht gestatten. Im Umkehrschluss muss die Stadt Trier in die Pflicht genommen werden und die Getränke subventionieren, damit die Preise bezahlbar sind. Immerhin ist es sinnvoller, das Geld in Softdrinks zu investieren, als in betrunkene Menschen, die versorgt werden müssen.  Jugendliche oder auch Erwachsene, die an den weiterhin bestehenden Polizeikontrollen durch aggressives Verhalten oder zu großen Alkoholkonsum auffallen, dürfen die Festlichkeiten erst gar nicht betreten. Zieht man dieses Programm konsequent durch, wird der Weiberdonnerstag in der Zukunft bedeutend ruhiger verlaufen.

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