Droht dem Nürburgring das vollkommene Aus?

Der ADAC hat angekündigt, dass er einen Abzug vom Nürburgring erwäge, wenn sich die Situation nicht schnell kläre. Bereits 2013 könnte es soweit sein, dass keine Rennen mehr, die durch den ADAC ausgetragen werden, auf dem Nürburgring stattfinden werden. Dies würde aller Voraussicht nach das Aus der Eifelrennstrecke bedeuten, die auch so schon mit klammen Kassen zurecht kommen muss.

Der Rechtsstreit um den Nürburgring in der Eifel entwickelt sich immer mehr zum Alptraum für das Bundesland Rheinland-Pfalz und die privaten Pächter. Nachdem bereits vor wenigen Tagen der Veranstalter von Rock am Ring, Marek Lieberberg, angekündigt hatte, sich für das nächste Jahr eventuell eine andere Austragungsstätte zu suchen, hat nun der ADAC nachgelegt und weiter Druck auf die Regierung von Rheinland-Pfalz ausgeübt. Der Präsident des ADAC kündigte an, dass man darüber nachdenken werde, die Rennen, die durch den ADAC ausgetragen werden, vom Nürburgring abzuziehen. Bedenkt man die Tatsache, dass der ADAC Hauptveranstalter vieler bekannter Rennen ist, würde dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Ende der Eifelrennstrecke bedeuten. Unter anderem werden das weltbekannte 24-Stunden-Rennen, die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) und der Truck Grand Prix durch den ADAC ausgetragen. Gerade diese Veranstaltungen spülen hohe Einnahmen in die klammen Kassen der Rennstrecke. Peter Meyer, Präsident des ADAC, gab bekannt, dass am 31. Juli (international) bzw. am 13. August 2012 (national) die Anmeldefristen für die Rennveranstaltungen auslaufen.

ADAC schreibt offenen Brief an Kurt Beck

Der ADAC hat sich mit einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewandt. Dort fordert der Automobil Club Deutschland die Landesregierung auf, endlich für klare Verhältnisse zu sorgen. Das Land steckt derzeit allerdings in einem Dilemma. Solange sie keine Einigung mit den privaten Pächtern erzielt hat, hat sie keine Verfügungsgewalt über die Anlagen auf dem Nürburgring. Dennoch ließ Roger Lewentz durchblicken, dass man seitens der Regierung natürlich bestrebt sei, den Nürburgring zu erhalten. Um dies zu realisieren, müsse man die Rennveranstaltungen des ADAC auf jedem Fall in der Eifel halten.

 

Zur Zeit keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar

Deine eMailadresse wird nicht veröffentlicht.