Lückenschluss A1: Gegner formieren sich!

Es ist eines der größten und umstrittensten Infrastruktur-Projekte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen: der Lückenschluss der A1. 20 Kilometer fehlen derzeit auf der 730 Kilometer langen Autobahn 1. Diese sollen eigentlich noch geschlossen werden. Allerdings hat jedes Projekt, das Befürworter kennt, auch Gegner und diese kämpfen verbittert gegen den Zusammenschluss der A1.

Die Autobahn 1 (A1) zieht sich auf 730 Kilometern einmal quer durch die Bundesrepublik Deutschland. Sie ist nicht nur eine der am stärksten befahrenden Straßen in Deutschland, sondern erhitzt auch so wie keine andere die Gemüter vieler Menschen. Während die Befürworter des Lückenschluss der A1 seit Jahren die Umsetzung des Projekts fordern, sammeln sich auch immer wieder die Gegner um genau dieses Vorhaben zu vereiteln. Die nächste Auseinandersetzung beider Parteien bahnt sich nun in Nordrhein-Westfalen an. Die rot-grüne Regierung hatte dort in den letzten Monaten ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet, um weitere sechs Kilometer der A1 schließen zu können. Die Baukosten werden derzeit auf ungefähr 50 Millionen Euro beziffert. Allerdings haben die Gegner des Projekts in dieser Woche 571 Einwendungen im Regierungspräsidium in Köln abgegeben. In diesen führen sie aus, dass ein Lückenschluss der A1 nicht nur die Natur und deren Artenvielfalt in der Eifel beeinträchtige, sondern auch den Tourismus, der durch den starken Verkehr und die dadurch resultierende Lärmbelästigung gestört werde. Außerdem würde der Lückenschluss erheblich in die Eigentumsrechte einiger Grundstücksbesitzer eingreifen, denn durch die Autobahn „vor der eigenen Türe“ würde der Marktpreis für das eigene Grundstück deutlich sinken. Außerdem führe der Lückenschluss der A1 zu einer Verschmutzung des Trinkwassers in der Region. Derzeit wird in Köln überprüft, ob die Unterschriftensammlung rechtmäßig gewesen ist. Sollte dies der Fall sein, werden die Einwende im Planfeststellungsverfahren berücksichtigt werden müssen.

Gutachten mittlerweile vorhanden

Neben den Einwenden ist mittlerweile auch ein neues Gutachten in Köln eingereicht worden. Dieses beschäftigt sich vor allem mit den Folgen für die Natur und die Umwelt bei einem Lückenschluss der A1. Nach ersten Informationen sollen diese laut Gutachten derart schwerwiegend und differenziert sein, dass man in Zukunft nicht von einem schnellen Lückenschluss der A1 ausgehen kann. Die Nachricht dahinter lautet also: Der Kampf geht weiter! Es werden aller Voraussicht nach noch Jahre ins Land ziehen bis die A1 lückenlos sein wird, sofern dies überhaupt irgendwann der Fall sein wird.

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