Vor genau 20 Jahren fand man in der einstigen Residenzstadt des Römischen Reiches Trier 2516 antike Münzen. Im Rahmen von notwendigen Bauarbeiten beim Aushub einer Tiefgarage in der Trierer Feldstraße, riss ein Bagger bei Erdarbeiten einen rund 25 cm hohen Bronzekessel auf. Teile des Inhalts blieben in den Erdmassen vor Ort, andere gelangten an eine andere Stelle, wohin Teile des Erdreiches abtransportiert wurden.

Das Rheinische Landesmuseum Trier feiert seinen römischen Goldschatz jetzt im Herbst, beginnend mit dem Jubiläumswochenende vom 06.- 08. September 2013 bis zum 27. April 2014. Darüber hinaus findet eine wissenschaftliche Publikation über den 18,5 Kilogramm schweren Goldschatz statt. Ein Festprogramm zum 20-jährigen Fundjubiläum folgt und unter dem Motto „Goldene Zeiten“ gibt es eine Sonderausstellung zum Auffinden des Goldschatzes.

Kiloweise antikes Gold

Der Trierer Goldschatz wurde am 09. September 1993 entdeckt.

Der Trierer Goldschatz wurde am 09. September 1993 entdeckt.

Die wertvolle Münzsammlung mit Stücken aus dem ersten und zweiten Jahrhundert ist der größte Goldschatz aus der römischen Kaiserzeit, der je gefunden wurde. Etwa drei Millionen Euro sind die Münzen wert, die in einer Glasvitrine im Münzkabinett des Museums angehäuft sind. Zum Jubiläum kommen noch weitere 185 Goldmünzen hinzu, die bisher noch wissenschaftlich ausgewertet wurden. Mehr als 80 neue Münztypen sind entdeckt worden. Sie sind zwischen 5,8 und 7,6 Gramm schwer und stammen aus den Jahren 63 bis 196 n. Chr. Von Kaiser Nero bis Marc Aurel – zahlreiche römische Kaiser oder deren Verwandte sind auf den Goldmünzen abgebildet.

Die wissenschaftliche Publikation über den römischen Goldschatz umfasst 270 Seiten. Hier wurden alle Goldmünzen akribisch genau beschrieben, abgebildet und historisch eingeordnet. Der Münzkundler Dr. Karl-Josef Gilles vermutet, dass es sich bei dem Goldschatz um eine ehemalige staatliche Kasse gehandelt habe, die sorgsam verwaltet wurde. Im unteren Teil des Bronzegefäßes waren die Münzen gerollt und in Säckchen verpackt worden. Während des Bürgerkrieges im Jahr 196 wurden die Münzen wohl im Keller vergraben und gerieten dann später in Vergessenheit, bis der Bagger am 09. September 1993 kam, um Erdarbeiten für den Bau einer Tiefgarage vorzunehmen.
Ein Teil der Münzen blieb im Erdreich zurück, der andere Teil im zerstörten Bronzegefäß wurde weggefahren. Ein Münzsucher macht sich an die Arbeit und stieß auf einen Münzenklumpen. Heute befindet sich der Goldschatz im Trierer Museum.

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